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Montag, 11.06.2018

Jetzt amtlich: Neusalza steigt in die Landesliga auf

Von Georg Schröer

Praktisch stand der Aufstieg der Neusalzaer ja schon vor zwei Wochen fest. Trotzdem war die Freude der Kicker, es nun auch theoretisch sicher zu haben, riesengroß.Foto: Tomas EichlerFoto: / /
Praktisch stand der Aufstieg der Neusalzaer ja schon vor zwei Wochen fest. Trotzdem war die Freude der Kicker, es nun auch theoretisch sicher zu haben, riesengroß. Foto: Tomas EichlerFoto: / /

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Am Sonnabend haben die Kicker des FSV Neusalza-Spremberg die theoretischen Unsicherheiten in Sachen Aufstieg mit einem 6:1-Sieg über den SV Zeißig beseitigt. Der einzige aufstiegswillige Verfolger FV Dresden Laubegast hat einen Spieltag vor Saisonende sechs Punkte Rückstand. Dabei begann das Spiel gegen den Tabellenachten mit einem kleinen Schock.

Zwar hatte Pavel Bursa, der eigentliche Innenverteidiger stürmte für den gelbgesperrten Ralf Marrack mit einem Kopfball über das Zeißiger Tor(2.), die erste Chance, aber dann kamen die Gäste: FSV-Verteidiger Christoph Arlt musste für seinen schon geschlagenen Torwart Dominic Schiring auf der Torlinie gegen Torjäger Andreas Kober retten(14.). Ein Tor lag genau so in der Luft wie ein heranziehendes Unwetter. Gästekeeper Robin Marquard musste sein ganzes Können aufbieten, um einen Kopfball von Lukas Klima zu parieren. Beim anschließenden Konter beförderte Marquard den Ball weit nach vorn zu Marc-Bruno Laser, der Andeas Kober im Sturmzentrum anspielte. Der Torjäger sorgte mit seinem 21. Saisontor zum 0:1 für eine kalte Dusche (17.).

Aber Neusalz schlug schnell zurück. Pavel Bursa traf mit einem Freistoß sehenswert zum Ausgleich (19.). Rostam Geso verfehlte das Neusalzaer Tor mit einer Direktabnahme knapp (32.), und nach einer kurzen Trinkpause erzielte Lukas Bouska mit dem Pausenpfiff die Führung für die Gastgeber, als er ein Zuspiel von Anton Stehr knallhart verwandelte. Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit setzte starker Regen ein und wurde immer intensiver. Das schien die Gäste aus ihrem Konzept zu bringen und die Kohlschütter- Elf zu beflügeln. Nach tollem Zuspiel von Pavel Bursa in den Lauf von Lukas Klima erzielte der tschechische Außenbahnspieler das 3:1 (48.). Die FSV Kicker spielten sich nun förmlich in einen Rausch. Erneut initiierte Pavel Bursa einen sehenswerten Angriff, bediente Anton Stehr, der aus halbrechter Position in den Strafraum zog und Paul Kant bediente. Der defensive Mittelfeldspieler setzte sich gegen seinen Widersacher durch und schob den Ball zum 4:1 in das Zeißiger Tor (56.). Nach einem tollen Diagonalball setzte Anton Stehr den Ball an den Querbalken des Gästetores (59.). Nach einem Fehlabspiel von Torjäger Andras Kober schnappte sich Anton Stehr den Ball, umkurvte drei Gegenspieler, tanzte auch noch Gästetorwart aus und schob zum 5:1 ein (65.). Das Spiel war entschieden, Neusalz hatte weitere Gelegenheiten zu Treffern. In der 86. Minuten setzten die beiden eingewechselten Spieler Robert Scheffler und Paul Heldner den Schlusspunkt unter diese Partie. Zunächst scheiterte Angreifer Heldner am Gästekeeper, den Abpraller verwandelte Scheffler zum 6:1-Endstand. Der Jubel nach dem Abpfiff war noch einmal riesengroß, die Aufstiegsfeier lang.

Aber noch ist nicht alle Arbeit getan. Der Meistertitel ist alles andere als sicher. Nur der unmittelbare Verfolger LSV Neustadt Spree, der zwei Punkte Rückstand hat und seinen Aufstiegsverzicht erklärt hat, kann die Neusalzaer noch überholen. Am kommenden Sonnabend um 15 Uhr kommt es auf dem Sportplatz am Hammer in Neustadt/Spree zu einem echten Endspiel um die Meisterschaft in der Landesklasse Ost zwischen dem Tabellenzweiten und dem Spitzenreiter.

Abgebrochene Spiele am Mittwoch

Die Punktspiele zwischen dem FSV Oderwitz 02 und dem SV Fortuna Trebendorf 1996 sowie zwischen dem FC Oberlausitz Neugersdorf II und der SG Weixdorf musste wegen eines Gewitters abgebrochen werden. Beide Spiele werden bereits am Mittwoch um 19 Uhr nachgeholt. (mit fth)

Neusalza-Spremberg: Schiring – Adler, Hentschel (K), Nathe, Arlt (71. Scheffler) – Klima, Kant, Selinger, Bouska (85. Heldner), Stehr – Bursa