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Donnerstag, 09.08.2018

Jede zweite Kommune hat Steuern erhöht

Berlin/Leipzig. Um mehr Geld in die Kasse zu bekommen, hat mehr als die Hälfte der Städte und Gemeinden in Deutschland in den vergangenen Jahren die Steuern erhöht. Das geht aus einer Analyse des Beratungsunternehmens Ernst & Young hervor. Demnach haben 53 Prozent aller Kommunen seit 2012 mindestens einmal die Gewerbesteuer für Unternehmen angehoben. 60 Prozent schraubten seither die Grundsteuer B für bebaute und bebaubare Grundstücke nach oben.

Beide Steuern sind wesentliche Einnahmequellen für Städte und Gemeinden und können von ihnen selbst über die sogenannten Hebesätze festgelegt werden. Die Kommunen in Sachsen haben ihre Grundsteuer in den vergangenen fünf Jahren lediglich um durchschnittlich vier Prozent erhöht. Eine geringere Erhöhung als der Freistaat hatten lediglich Baden-Württemberg und Bayern zu verzeichnen.

Im Durchschnitt liegt die Grundsteuer der Kommunen in Sachsen bei 418 Prozent, das ist der dritte Platz der 13 Flächenländer. Der höchste Hebesatz wird in Leipzig mit 650 Prozent erhoben, am niedrigsten ist er in Heinsdorfergrund (Vogtlandkreis) mit 300. (dpa)

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