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Dienstag, 07.08.2018

Jan Ullrich will in Therapie

Der frühere Radprofi hat nach seiner Festnahme auf Mallorca den Konsum von Drogen eingeräumt und will sich nun in Behandlung begeben.

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Jan Ullrich verlässt das Gericht in Palma.
Jan Ullrich verlässt das Gericht in Palma.

© dpa

Palma. Die Rede ist nun von Reue und Therapie: Nach der vorübergehenden Festnahme auf Mallorca hat der frühere Radprofi Jan Ullrich (44) den Konsum von Drogen eingeräumt. „Aus Liebe zu meinen Kindern mache ich jetzt eine Therapie. Die Trennung von Sara und die Ferne zu meinen Kindern, die ich seit Ostern nicht gesehen und kaum gesprochen habe, haben mich sehr mitgenommen. Dadurch habe ich Sachen gemacht und genommen, die ich sehr bereue“, sagte Ullrich der Bild-Zeitung.

Süchtig zu sein, bestreitet der 44-Jährige. Laut seinem Anwalt Wolfgang Hoppe ist bereits seit einiger Zeit ein Platz in einer Klinik in Deutschland für Ullrich reserviert. „Jan kann dort jederzeit hin. Wir hoffen alle, dass er schnell wieder auf die Beine kommt und werden ihn dabei so gut wie möglich unterstützen“, sagte Hoppe der Bild.

Ullrich war am vergangenen Wochenende in die Schlagzeilen geraten. Nach einem Zwischenfall auf dem Grundstück seines Nachbarn Til Schweiger war er zwischenzeitlich festgenommen worden. Ullrich wurde laut Polizeiangaben wegen „gewaltsamen Eindringens und Bedrohungen“ in Gewahrsam genommen. Ullrich wurde am Samstag von einem Richter befragt. Anschließend wurde er freigelassen und mit einem Kontaktverbot zu Schweiger belegt, sagte eine Gerichtssprecherin.

Die Nacht in der Zelle hat bei Deutschlands einzigem Tour-de-France-Sieger nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Der frühere Rad-Star klagte über „menschenunwürdige Zustände“ im Gefängnis. „Ich konnte mich mit den Beamten nicht verständigen. Sie sprachen nur Spanisch, verstanden kein Englisch. Ich konnte keinen Anwalt anrufen“, sagte Ullrich: „Ich musste alles bis auf die Hose ausziehen. In der sehr kleinen Zelle gab es nur eine Pritsche und ein Handtuch. Überall Kot und Urin auf dem Boden und an den Wänden. Ich habe Platzangst bekommen, konnte nicht schlafen. Es war eine der härtesten Prüfungen meines Lebens.“

Im Rahmen der vorübergehenden Festnahme auf Mallorca wurde gegen den Ex-Radprofi Anzeige erstattet. (dps/sid)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Tampico

    Es ist schon tragisch, was mit Jan Ullrich nach seinen Siegen im Radsport,speziell der Tour de France passiert ist. Denn jeder weiß, das nicht nur ein Ullrich gedopt hat! Alle Sieger nach ihm waren hochgradig asthmakrank und einer hat sogar den Krebs besiegt! Ich weiß zufällig wie es ist, wenn man Asthma hat und sich übermäßig anstrengt!Ergo,es wird mit Hilfe von geldgierigen Ärzten und "Sportfunktionären" eine Krankheit vorgetäuscht, um verbotene Mittel einsetzen zu können! Ein Asthmakranker kann eine Tour de France einfach nicht gewinnen!!! Auch ein Froom nicht! Und das die Teamchefs vom Doping ihrer Fahrer nichts wissen, das glaubt nur jemand, bei dem Weihnachten und Ostern auf eine Tag fällt! Somit haben es damals auch ein Herr Scharping samt Telecom Teamchefs gewußt-aber die waren ja dann die Saubermänner! Alles das weiß natürlich auch Jan Ullrich. Manche kommen damit klar, Jan eben leider nicht. Für ihn hoffe ich,das er wieder stark wird und ins Leben zurück findet!

  2. also

    er hat gelogen und betrogen und nun sollen den armen auch noch alle bedauern.Er müßte das ganze Geld zurückzahlen und seine Siege sollten annuliert werde.Recht hat der voherige Verfasser,daß alle Funtionäre es gewußt haben,aber es ist wie im richtigen Leben-die Kleinen werden gehangen,die großen läßt man laufen.Sobald viel Geld im Spiel ist frißt die Gier das Hirn

  3. R.Fürchtenix

    Er lebt seit vielen Jahren in Spanien und ist erstaunt dass die Beamten nur spanisch sprechen. Oh man Ulle, das jahrelange Saufen hinterlässt Spuren.

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