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Freitag, 10.08.2018

Ist das Forstfest gefährdet?

Nein, sagt das Kamenzer Rathaus. Allerdings ist, falls die Hitze zurückkommt, ein verstärkter Brandschutz gefragt. Und die besondere Vorsicht der Besucher.

Von Frank Oehl

Zum Forstfest gehört das große Höhenfeuerwerk am Mittwoch fest ins Programm. Auch bei Dürre und höchster Waldbrandgefahr?
Zum Forstfest gehört das große Höhenfeuerwerk am Mittwoch fest ins Programm. Auch bei Dürre und höchster Waldbrandgefahr?

© dpa

Kamenz. Nur noch eine Woche, dann ist Forstfest. Dann hat am Freitagabend der offizielle Startschuss für das wohl größte Schul- und Heimatfest im Freistaat stattgefunden. Und einen Tag später der Fassanstich im Forst. In den vergangenen Wochen war es auch dort extrem heiß gewesen. Könnte mit der erhöhten Brandgefahr auch das Fest selbst in Gefahr sein? Diese Frage wurde jetzt auch am SZ-Lesertelefon gestellt. Und das Rathaus hat in einer Pressemitteilung sogar ausdrücklich auf das Thema Bezug genommen. Stadtsprecher Thomas Käppler: „Es hat sich am Freitag zwar ein wenig abgekühlt, leider ist aber nicht im erforderlichen Umfang Regen gefallen. Damit besteht nach wie vor immer noch Brandgefahr.“ Und mit einem erneuten Anstieg der Temperaturen und der Waldbrandwarnstufe sei zu rechnen, so Käppler. „Natürlich gibt es in diesem Zusammenhang immer wieder Fragen zum Festplatzgelände im Spittelforst.“

Beim Festplatz im Spittelforst handelt es sich nicht um ein Waldgebiet im Sinne des Waldgesetzes. Käppler: „Es ist eine Grün- und Erholungsanlage, die im Eigentum der Stadt und damit in deren Verantwortung steht.“ Somit gebe es hier eine öffentliche Zuwegung, die zurzeit durch die Schausteller benutzt wird, die ihre Fahrgeschäfte aufbauen. Natürlich nehme die Stadtverwaltung die Trockenlage und die damit verbundenen Folgen sehr ernst. „Neben der Bewässerung der Bäume im Festgelände durch die Jugendfeuerwehr Bernbruch, die zunächst einmal den Bäumen an sich dient, wird natürlich – zumindest ansatzweise – auch die Brandgefahr gesenkt.“ Geplant ist auch, das Gelände in der Fläche zu bewässern. Den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Bernbruch wird an dieser Stelle für ihren Einsatz nachdrücklich gedankt.

Schausteller sind sich der Lage bewusst

„Des Weiteren ist zu überlegen, ob in der Festwoche ein Tanklöschfahrzeug gleich im Forst stationiert, der entsprechende Vorhalteplatz ist vorhanden, sowie eine Brandschutzwache eingesetzt wird“, teilt Käppler mit. Die Schausteller würden durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung noch einmal nachdrücklich auf die Einhaltung der Brandschutzordnung hingewiesen, was zum Beispiel den Umgang mit offenem Feuer und das Grillen betrifft. Dies alles regelt auch das Sicherheitskonzept. Die Schausteller hätten deutlich gemacht, dass diese sich der Lage bewusst sind und auch von daher der Brandschutz in diesem Jahr besonders im Vordergrund steht.

Im Vorfeld werden die zuständigen Institutionen und Behörden sowie Feuerwehr, Polizei und Rettungseinsatzkräfte eng zusammenarbeiten, heißt es. So ist dazu zum Beispiel am Montag, dem 13. August, ein Treffen des Stadtwehrleiters, des Wehrleiters der FFw Wiesa, einer Vertreterin der KDK GmbH und Mitarbeitern der Stadt Kamenz geplant, um vor Ort das weitere Vorgehen zu beraten. Dabei dürfte auch der Entscheidungsrahmen für das Feuerwerk am 22. August geklärt werden.

Insgesamt appelliert das Rathaus an die Bürger, sich an gefährdeten Orten bei dieser Wettersituation sorgsam zu verhalten, um nicht unnötige Brandgefahren (z. B. durch Rauchen und unverantwortliche Kippenentsorgung) heraufzubeschwören. „Wird ein Brand entdeckt, dann bitte umgehend die Feuerwehr informieren!“

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