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Freitag, 15.06.2018

Intendant begrüßt Signal für die Theater

Klaus Arauner vom Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz/Zittau hat das zusätzliche Geld für die Theater in Sachsen begrüßt. Zugleich spricht er von einer Herausforderung.

Klaus Arauner
Klaus Arauner

© nikolaischmidt.de

Görlitz. Der Generalintendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz/Zittau, Klaus Arauner, hat die zusätzlichen Gelder für die Theater in Sachsen begrüßt. Sie sollen dazu führen, dass auch den Mitarbeitern an den Bühnen in Görlitz und Zittau ab 1. Januar der geltende Tarif bezahlt werden kann. Der derzeit geltende Haustarifvertrag liegt rund 15 Prozent unter dem offiziellen Tarif. Arauner nennt dieses Angebot aus Dresden ein „kulturpolitisches Signal von mindestens nationalem Rang“. Er freue sich vor allem für die vielen Mitarbeiter, die „nun nach einer langen Zeit des Verzichts zu Gunsten der Gesamtinstitution wieder eine angemessene Vergütung erhalten sollen.“ Zugleich will Arauner verstärkt Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen nutzen, „die in den vergangenen Jahren nur sehr begrenzt ausgeschöpft werden konnten“.

Zugleich verdeutlicht Arauner, dass der volle Tarif trotz der Hilfen aus Dresden vor allem für den Landkreis und die beiden Städte Görlitz und Zittau eine große Herausforderung sein wird. Schon in diesem Jahr müssen die drei zusätzliche Lasten im Umfang von über 800 000 Euro tragen. „Bei der Rückkehr in den Flächentarif werden durch die notwendigen Eigenanteile zur Landesfinanzierung wie auch zur Finanzierung der Tarifsteigerung schon 2019 erhebliche weitere Lasten folgen“, sagt Arauner.

Deswegen müssten jetzt alle vorhandenen Kräfte gebündelt werden. „Ich hoffe daher, dass auch der Kulturkonvent dieser außergewöhnlichen Situation Rechnung trägt.“ (SZ/sb)

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