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Mittwoch, 14.03.2018

Im Schloss Ulbersdorf steckt Potenzial

Das Hohnsteiner Gebäude könnte Besucher anlocken. Eine erste Idee ist im wahrsten Sinne ganz plastisch.

Von Anja Weber

Schloss Ulbersdorf könnte eine große Zukunft bevorstehen.
Schloss Ulbersdorf könnte eine große Zukunft bevorstehen.

© Daniel Schäfer

Hohnstein. Mit dem Schloss in Ulbersdorf hat die Stadt Hohnstein ein herrschaftliches Anwesen im Besitz. Was früher als Last angesehen wurde, könnte in Zukunft sogar als Tourismusmagnet ausgebaut werden. Noch stehen die Einwohner im Ortsteil ganz am Anfang. Doch sie haben schon so ihre Pläne mit dem Schloss. In der jüngsten Ortschaftsratssitzung gab es die zweite Diskussionsrunde dazu. Einige der bisherigen Aktivitäten wurden dort vorgestellt.

Ortsvorsteher Ralph Lux konnte mit einer Überraschung aufwarten. Die Familie eines verstorbenen Bildhauers hat Skulpturen und Plastiken als Leihgabe für Schloss und Park Ulbersdorf angeboten. Der Bildhauer hätte nächstes Jahr seinen 100. Geburtstag. Das könne man zum Anlass nehmen und eine kleine Ausstellung eröffnen. „Wir müssen allerdings noch einige Fragen klären, so unter anderem die wegen der Versicherung“, sagt der Ortsvorsteher.

Doch das Angebot an sich kommt gut an. „So eine Ausstellung würde gut reinpassen und wäre für das Schloss auch kein Stilbruch“, sagt Frank Röllig vom Ortschaftsrat. Er selbst hat bereits Kontakte zum sorbischen Theater in Bautzen aufgenommen. Das Orchester würde auch im Ulbersdorfer Schloss auftreten, berichtet er von einem der letzten Treffen. Hartmut Gräfe, oberster Denkmalschützer im Landkreis, hat ebenfalls seine Hilfe angeboten. Er will den Kontakt zu einer Studentengruppe herstellen, die das Gebäude vermessen könnte. Darüber hinaus könnten die Studenten eine Studie anfertigen. Die soll einiges über die aktuelle und die historische Raumstruktur aussagen. „Anhand dieser könnten wir bei Umbaumaßnahmen feststellen, was tragende Wände sind und welche eventuell zurückgebaut werden können“, sagt Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD). Er erinnert daran, dass der Eingangsbereich ursprünglich ein größerer Säulensaal gewesen sein soll.

Als Stadtoberhaupt hat er sich bereits um die Refinanzierung Gedenken gemacht. In das Obergeschoss könnten Ferienwohnungen eingebaut werden, sagt Brade. Für den kompletten Dachausbau würde die Stadt sogar Fördermittel bekommen. Welche Pläne nun konkret festgehalten und umgesetzt werden, will der Ortschaftsrat in den nächsten Monaten festlegen.