• Einstellungen
Donnerstag, 23.08.2018

Im oberen Tabellendrittel mitmischen

Von Stephan Klingbeil

Ein Rumpfteam der SG Kurort Hartha traf sich zum ersten Training in Freital. Die Handballer spielen nun Verbandsliga.Foto: Stephan Klingbeil
Ein Rumpfteam der SG Kurort Hartha traf sich zum ersten Training in Freital. Die Handballer spielen nun Verbandsliga.Foto: Stephan Klingbeil

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Nur ein Jahr nach dem erstmaligen Aufstieg war das Abenteuer Sachsenliga für die Handballer der SG Kurort Hartha schon wieder vorbei. Die nachträglich vom Landesverband im Mai angesetzte Relegation gegen Verbandsliga-Vize Zwönitz ging verloren. Nun kehrt der Dorfklub aus dem Tharandter Wald in die zweithöchste sächsische Liga zurück. Der Abstieg ist indes abgehakt. Und der Blick geht nach vorne.

Nach Übungseinheiten in Kurort Hartha und Wilsdruff startete die SG nun in die intensive Saisonvorbereitung in der Sporthalle des BSZ in Freital. Am an diesem Wochenende ausgetragenen Landespokalauftakt nimmt Kurort Hartha nicht teil, in der Vergangenheit habe es bei weiteren Pokalterminen immer personelle Probleme gegeben – daher der Startverzicht des Klubs und die Konzentration auf den Ligabetrieb.

„Mit etwas Abstand kann man doch stolz sein auf das, was wir in der vorigen Saison erreicht haben – mit unseren Möglichkeiten als kleiner Verein, der noch nie auf diesem Niveau gespielt hat und seinen Spielern auch nichts bezahlt“, erklärt Trainer Jan Wunsch in Freital.

Der Kader ist nahezu komplett zusammengeblieben. Allein Stephan Hasselbusch hat den Verein verlassen. Berufsbedingt ist der Harthaer diesen Sommer nach Sachsen-Anhalt gezogen, wo er sich MHV-Oberligist Aschersleben anschließen konnte. Derweil kehrt mit Stefan Amlang ein anderer Rückraumspieler nach mehreren Verletzungen zurück ins Team. Dennoch kann die SG weitere Verstärkung im Rückraum gebrauchen. Gerade für Hannes Ulbricht braucht die Mannschaft Ersatz – falls der mit 128 Treffern beste Torewerfer der vorigen Sachsenligasaison ausfallen sollte. „Wir haben uns bereits in Dresden umgesehen, doch die Konkurrenz dort ist groß“, sagt Wunsch. „Wir suchen also noch.“ Insgesamt sollten in der neuen Saison auf jeden Fall 14 Spieler zur Verfügung stehen, einige Handballer vom Nachwuchs der Talentschmiede sollen aufrücken.

Auftakt in Wilsdruff statt in Freital

Am vorigen Freitag ging es für die Harthaer Handballer ins Kurz-Trainingslager in Altenberg, am Donnerstag steht das erste Testspiel an. Im BSZ Freital empfängt die SG ab 19.30 Uhr den Verbandsliga-West-Vertreter VfL Waldheim. In der Oststaffel wird es rund zwei Wochen später für den Sachsenliga-Absteiger ernst. Sie trifft in der Zwölferstaffel auf nicht zu unterschätzende Gegner wie Radeberg, Weinböhla, Freiberg II oder mehrere Vereine aus Dresden, wie den ESV, Aufsteiger Elbflorenz II und Ostsachsenligameister KJS Club Dresden.

„Wir wissen erst nach ein paar Wochen in der neuen Saison, wo wir wirklich stehen“, sagt Co-Trainer Thomas Texter. „Am Ende wollen wir aber im oberen Tabellendrittel mitmischen.“ Eine konkrete Platzierung gebe es nicht. Auch vom erneuten Aufstieg spricht keiner – vorerst. „Wir wollen alle Spiele gewinnen, sind wir dann auf einem guten Weg, kann der Aufstieg sicher ein Thema für uns sein“, ergänzt Wunsch.

Mit nur vier Heimsiegen in 18 Partien hatte Kurort Hartha am Ende der Vorsaison einen Nichtabstiegsplatz klar verpasst. Dass das Team auswärts nicht punkten konnte, sei Kopfsache gewesen. „Vor allem, wenn es eng wurde, fehlte zu oft die Präzision im Abschluss“, erklärt Wunsch. Auch waren die Torhüter stärker als eine Liga tiefer. Die Spiele waren zudem intensiver und hätten ein hohes Tempo gehabt, an das sich die SG aber gewöhnt habe. „Ich bin mir daher auch sicher, dass wir in der neuen Saison mit unseren Erfahrungen aus der Sachsenliga besser sind als zuletzt“, sagt er.

In der Vorbereitung haben die Trainer auf Athletik gesetzt und auch an der Spielfähigkeit ihrer Schützlinge gefeilt. So soll das Team künftig besser und flexibler auf schwierige Spielsituationen reagieren können. Die Heimspiele sollen indes „aus organisatorischen Gründen“ zunächst nicht im BSZ in Freital ausgetragen, sondern in der Wilsdruffer Saubachtalhalle. Zum Auftakt am 9. September empfangen die Harthaer dort den Vorjahres-Zehnten Niederau.