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Donnerstag, 02.08.2018

HSV-Team bleibt zusammen

Von Dirk Rostig

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Gina Hübner wird nach ihrem Fachabitur ein Jahr ins Ausland gehen. Aber auch sie hat angekündigt, nach der Rückkehr wieder auf der „Platte“ in Weinböhla stehen zu wollen.
Gina Hübner wird nach ihrem Fachabitur ein Jahr ins Ausland gehen. Aber auch sie hat angekündigt, nach der Rückkehr wieder auf der „Platte“ in Weinböhla stehen zu wollen.

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Weinböhlas Damen-Handballtrainer Michael Becker tüftelt schon an der Taktik, um in der neuen Saison wieder ordentlich Punkte zu sammeln. Fotos: D. Rostig
Weinböhlas Damen-Handballtrainer Michael Becker tüftelt schon an der Taktik, um in der neuen Saison wieder ordentlich Punkte zu sammeln. Fotos: D. Rostig

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In gut einem Monat ist die Handballpause vorbei. Aber die Verbandsliga-Spielerinnen des HSV Weinböhla bereiten sich mit Trainer Michael Becker trotz tropischer Temperaturen seit Mitte Juli auf die neue Spielzeit vor. Denn nach der turbulenten Vorsaison – die Mitteldeutsche Oberliga (MDOL) wurde von zwölf auf zehn Mannschaften reduziert, was wiederum zu mehr Absteigern aus der Sachsenliga führte und die Abstiegsfrage in den unteren Ligen bis zum letzten Spieltag nicht wirklich geklärt war – werden auch die kommenden Monate keine einfachen. Denn wiederum gibt es noch keine finale Festlegung, ob die MDOL wieder auf zwölf Teams aufgestockt werden soll. Ursprünglich war sogar eine Reduzierung auf acht Startpositionen angedacht. Dies ist aber vorerst vom Tisch. All das hat Auswirkungen auf die darunterliegenden Spielklassen und somit auch auf die Teams aus dem Landkreis.

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es vier Neulinge in der Verbandsliga Staffel Ost. Ab September kämpfen der SSV Heidenau (Vorjahr Platz 11 Sachsenliga), HC Sachsen Neustadt (10) und der VfB 1999 Bischofswerda (9) um den direkten Wiederaufstieg. Letzterer musste nach nur einem Jahr den Gang zurück in die Verbandsliga antreten. Für den direkten Wiederaufstieg stehen die Chancen für Schiebock vermeintlich am besten: Da es in Radeberg – ein Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga in die Sachsenliga – Zerwürfnisse zwischen Trainer und Vorstand gab, wechselte Coach Sebastian Hartmann kurzerhand nach Bischofswerda und brachte vier Leistungsträgerinnen aus Liga Vier mit.

Vierter Neuer ist Aufsteiger SSV Stahl Rietschen. Nachdem die SSV-Männermannschaft bereits im Vorjahr in den Verband aufgestiegen ist, folgen dieses Jahr also die Frauen als Ostsachsenmeister. Die Oberliga-Reserve der HSG Riesa/Oschatz, die souverän Bezirksmeister wurde, muss aufgrund der Überzahl an ostsächsischen Mannschaften und Teams aus dem Dresdner Raum in die Weststaffel aufsteigen. Auch der VfL Waldheim wechselt mit der kommenden Saison von der Ost- in die Weststaffel.

Personelle Wechsel gibt es auch in anderen Vereinen. So übernimmt Frank Fittkau das Traineramt beim Vorjahresdritten HC Elbflorenz, beim SSV Heidenau sollte der ehemalige Rödertalbienen-Trainer Frank Lessau das Steuer übernehmen, sagte vor wenigen Tagen allerdings überraschend ab. Gleichzeitig verließen Leistungsträgerinnen die Mannschaft. Auch in Görlitz gibt es große personelle Veränderungen: Drei junge Leistungsträgerinnen, die regelmäßig sowohl in der Ersten (MDOL) als auch Zweiten (VL) zum Einsatz kamen, verließen die Neißestadt.

Beim HSV Weinböhla bleibt das Team des Vorjahres zusammen. Einzig Gina Hübner, die für ein Jahr ins Ausland geht, verlässt die Mannschaft. Dafür rückt Silvana Bischoff aus der zweiten Mannschaft auf. Im Laufe der Saison werden dann hoffentlich auch Elli Roth und Theresa Zakrzewski wieder zur Mannschaft hinzustoßen. Trainer Michael Becker: „Wir sind ein eingespieltes Team. Die Mädels haben in dieser Konstellation schon das letzte Jahr bestritten, sind eingespielt. Auf diese Stärke können wir bauen. Zudem werden unsere Jungen immer mehr Verantwortung übernehmen können und müssen“. Denn alle Mannschaften wollen mit dem Abstieg so wenig wie möglich zu tun. „Die Spitzengruppe werden sicherlich die ehemaligen Sachsenligisten unter sich ausmachen, das Niveau in der Liga dürfte durch sie ansteigen. Auch Klotzsche und Elbflorenz, die im Vorjahr Zweiter und Dritter wurden, werden vielleicht oben mitspielen“, so Becker weiter. Aber er ergänzt gleich: „Nichtsdestotrotz werden wir uns allen Aufgaben stellen und hoffentlich mit bestmöglicher Leistung so viele Punkte wie möglich mitnehmen.“

Den ersten Punktspieltag bestreiten die Weinböhlaerinnen am 2. September auswärts bei den Sportfreunden in der Dresdner Neustadt. Die Dresdnerinnen gehen nach dem Wiederaufstieg in ihre zweite Verbandsliga-Saison. Eine Woche später ist dann in der Nassauhalle Weinböhla Heimspielpremiere gegen den HC Sachsen. Die Ostsächsinnen werden vom ehemaligen Weinböhlaer Coach Bernd Berthold trainiert.

Bis der HSV am 25. August zum ersten Pflichttermin in der ersten Runde des Sachsenpokals antreten muss, stehen noch einige Turniere auf dem Plan. Unter anderem bestreiten die Weinböhlaer Frauenteams das eigene Turnier am Sonntag, 5. August, in der Nassauhalle.

Und im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum „90 Jahre Handball in Weinböhla“ steigt dann zwei Wochen später ein weiteres Highlight: Dann gastieren die Rödertalbienen (2. Bundesliga) in der Nassauhalle Weinböhla. (rt)