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Montag, 12.03.2018

HSV-Coach Hollerbach vor dem Aus

Laut Medienberichten muss der Trainer des abstiegsbedrohten Clubs schon nach sieben Spielen wieder gehen. Ersatz aus den eigenen Reihen soll es nun richten.

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Kaum da, schon wieder weg: Bernd Hollerbach ist laut Medienberichten nicht mehr Trainer des Hamburger SV.
Kaum da, schon wieder weg: Bernd Hollerbach ist laut Medienberichten nicht mehr Trainer des Hamburger SV.

© dpa/Daniel Reinhardt

Hamburg. Der abstiegsbedrohte Hamburger SV trennt sich nach Informationen des Magazins „Sport Bild“ wie erwartet von Trainer Bernd Hollerbach. Diese Entscheidung soll der Vorstandsvorsitzende Frank Wettstein zwei Tage nach der 0:6-Pleite beim FC Bayern München Hollerbach mitgeteilt haben.

Der Tabellenvorletzte setzt demnach bis zum Saisonende auf Nachwuchscoach Christian Titz. Eine Bestätigung des Fußball-Bundesligisten gab es am Montag zunächst nicht. Bereits am Sonntagabend hatte der „Kicker“ über den bevorstehenden Rauswurf berichtet.

Der ehemalige HSV-Profi Hollerbach war als Nachfolger von Markus Gisdol erst seit 49 Tagen im Amt. In sieben Spielen unter seiner Leitung gelang dem Team kein Sieg. Er holte lediglich drei Punkte und belegt mit dem Club einen direkten Abstiegsrang.

Vier Tage zuvor waren bereits Vorstandschef Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt beurlaubt worden. Die Personalwechsel sind auf Bestreben des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Hoffmann vorgenommen worden. Der 55 Jahre alte Präsident des Gesamtvereins fordert die Neuausrichtung der Fußball-AG.

Die Hamburger sind nach 26 Spielen mit lediglich 18 Punkten Tabellenvorletzter und haben schon sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Seit 13 Spielen haben sie nicht mehr gewonnen. Der erstmalige Abstieg des Bundesliga-Gründungsmitgliedes scheint kaum noch zu verhindern zu sein. In acht ausstehenden Saisonspielen besteht für die Hanseaten aber rechnerisch noch die Chance auf den Klassenverbleib.

Nachwuchscoach Titz ist mit der U-21-Mannschaft des HSV Tabellenführer in der Regionalliga Nord. Der 46-Jährige muss nun versuchen, die schwache Offensive zu beleben. Mit lediglich 18 Toren sind die Hamburger das mit Abstand harmloseste Team der Bundesliga.

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Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Keine Ausreden

    Unglaublich, wie sich ein Verein selbst so herunterwirtschaften kann.

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