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Montag, 20.08.2018

Holtendorf und Rietschen-See auch nach zwei Spielen mit weißer Weste

Der zweifache Rauschwalder Torschütze Martin Wieczorek freut sich nach seinem 1:0 mit Christian Rolle (links).Foto: H.-E. Friedrich
Der zweifache Rauschwalder Torschütze Martin Wieczorek freut sich nach seinem 1:0 mit Christian Rolle (links). Foto: H.-E. Friedrich

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Am zweiten Spieltag der Kreisoberliga blieben die großen Überraschungen aus. Die Favoritenteams Rietschen (3:0 in Kemnitz) und Holtendorf (wenn auch nur 2:0 gegen Olbersdorf) setzten sich sicher durch und führen die Tabelle mit der Idealpunktzahl sechs an, während das Spiel des Topfavoriten VfB Zittau wegen der Sachsenpokalpartie gegen Einheit Kamenz (0:1) verlegt werden musste. Aus Görlitzer Sicht waren die Spiele des GFC Rauschwalde gegen die Nieskyer Landesliga-Reserve und des LSV Friedersdorf beim SC Großschönau-Löbau besonders interessant. Bei beiden stand am Ende das gleiche Ergebnis.

Rauschwalde trifft vierfach

Der GFC Rauschwalde hat Eintracht Niesky II mit 4:2 (2:1) bezwungen. Bei erneut hochsommerlichen Temperaturen waren beide Mannschaften zunächst auf Ballsicherung bedacht. Nach einer knappen Viertelstunde wurden die Chancen zwingender. Martin Wieczorek überlistete den jungen Nieskyer Torwart Georg Friebe nach Flanke von Christian Rolle per Kopfball zum 1:0 in die lange Ecke (14.). Auf der anderen Seite kamen die Nieskyer beim nächsten Angriff zu einer erstklassigen Tormöglichkeit, aber das Bein eines GFC-Verteidigers konnte den Schuss von Julien Günther, den die GFC-Abwehr im gesamten Spiel nur schwer in Griff bekam, aus Nahdistanz noch abblocken (15.). Fast im Gegenzug gab es lange Gesichter bei den Gästen, als Martin Fettke eine Flanke von Björn Nitsche zum 2:0 nutzen konnte (17.). Es folgten zwei Torchancen für den Nieskyer Günther. Seinen Schuss in der 32. Minute konnte GFC-Keeper Roy Stübner noch parieren, zehn Minuten später war der Rauschwalder Schlussmann jedoch geschlagen, als ihn Günther zum Anschlusstreffer überköpfte (42.). Mit einer Flanke von Hensolt auf Wieczorek begann die zweite Halbzeit. Diesmal setzte der GFC-Torjäger seinen Schuss knapp über den Querbalken (46.). Die Nieskyer glaubten jedoch an ihre Ausgleichschance. Nach schönem Angriffszug mit anschließender Flanke von Manuel Wenzel war erneut Günther zur Stelle und besorgte das 2:2 (50.). Wichtig für die Gastgeber war das schnelle erneute Führungstor. Hensolt erzielte es mit einem überraschenden Distanzschuss weit vor dem linken Strafraumeck (57.). Der Eintracht-Torwart schien den Ball zu spät gesehen zu haben. Manuel Wenzel hatte nach kurzem Antritt die nächste Nieskyer Torchance, aber er schoss unter Bedrängnis am Tor vorbei (63.). Auf der Gegenseite hatte auch Rolle Schusspech (64.). Nach schönem Zusammenspiel von Felix Grundmann und Wieczorek setzte Fettke den abschließenden Schuss eine Minute später am langen Pfosten vorbei. Endgültig zum Matchwinner wurde dann Wieczorek, dem in der 86. Minute mit einem Freistoß von der linken Strafraumgrenze das 4:2 gelang.

Friedersdorf nur kurz überlegen

Unter Flutlicht im Großschweidnitzer Heinz-Bahner-Stadion bezwang der Gastgeber SC Großschweidnitz-Löbau den LSV Friedersdorf mit 4:2. Dabei waren die Gäste in den ersten 20 Minuten klar spielbestimmend. Der LSV gewann fast alle Zweikämpfe und kam durch schnelle Angriffe über die agilen Außenbahnspieler zu ersten Möglichkeiten. Einen Eckball von der linken Seite vollendete Marco Süße mit wuchtigem Kopfball (4.). Ab der Hälfte der ersten Halbzeit fand der SC dann besser ins Spiel. Kurz vorm Pausenpfiff gelang dem SC dann der verdiente Ausgleichstreffer – ebenfalls nach einem Eckball war SC-Stürmer Hanske zur Stelle (44.). Von den Gästen kam in Halbzeit zwei offensiv nicht mehr viel und der SC drückte auf den Führungstreffer. Dieser gelang Ricardo Riediger nach Vorlage von Rico Flammiger per platzierten Kopfball in die lange Ecke (61.).

In der 70. Minute musste der SC dann verletzungsbedingt wechseln. Für Neuzugang Manuel Hanisch kam mit Michal Maly ein weiterer neuer SC-Spieler zu seinem Debüt. Er brauchte nur fünf Minuten um auf sich aufmerksam zu machen. Eine flache Hereingabe von Maik Schirmer verwandelte er überlegt zum 3:1 (75.). Nach einem Patzer von SC-Schlussmann Daniel Herklotz und dem damit verbundenen Anschlusstreffer witterten die Gäste noch ihre Chance auf einen Punkt (82.). Doch SC-Neuzugang Maly machte diese mit seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit zunichte. (cr/mh/fth)

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