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Mittwoch, 13.06.2018

Historisches Grabmal wird aufgebaut

Das Denkmal erinnert an in der Elbe ertrunkene Kinder. Dank Spenden konnte es gerettet werden. Es fehlt noch etwas.

Von Jürgen Müller

Das aufwendig gestaltete Grabmal als dem Jahr 1902, das auf dem Friedhof in Zadel an die im „Elbstrom“ umgekommenen Kinder erinnert, soll wieder aufgebaut werden.
Das aufwendig gestaltete Grabmal als dem Jahr 1902, das auf dem Friedhof in Zadel an die im „Elbstrom“ umgekommenen Kinder erinnert, soll wieder aufgebaut werden.

© Homepage der Ev.-Luth. St.-Andreas-Kirchgemeinde

Zadel. Ein historisches Grabmal auf dem Friedhof in Zadel wird wieder aufgebaut. Das teilt das Pfarramt Zadel mit. Dank Spenden konnte das Grabmal, das an im Elbstrom umgekommene Kinder erinnert, wieder hergestellt werden. So wurde es bis auf die Figurengruppe wieder aufgebaut. Die Figuren sind mit in die Werkstatt gekommen und werden noch etwas aufgearbeitet und konserviert. „Es freut uns, dass der Friedhof durch das Denkmal seine Charakteristik wieder ein Stück erhalten kann“, heißt es aus dem Pfarramt. Neben den vielen Privatspendern wurde der Aufbau von der Meißner Sparkassenstiftung und der Gemeinde Diera-Zehren unterstützt. Eine kleine Summe von etwa 1 500 Euro fehlt im Budget noch immer.

Am 24. Februar 1902 war die Elbe teilweise zugefroren. Sechs Kinder im Alter zwischen neun und 14 Jahren sind auf dem Correctionsdamm beim Weserschen Haus in Kleinzadel beim Schlittschuhlaufen, obwohl die Eisdecke ziemlich dünn ist. Sie wollen sich schon auf den Heimweg machen, da vermisst einer von ihnen den Schlittschuhschlüssel. Die Kinder suchen gemeinsam, und dann passiert es: Das Eis bricht. Zwei Kinder werden gerettet, aber für vier Jungen kommt jede Hilfe zu spät. Erst um 22 Uhr werden sie von den Helfern tot aus der Elbe geborgen.

Seitdem gibt es auf dem Friedhof in Zadel ein Grabmal für die im Elbstrom umgekommenen Kinder. Es verfiel aber zusehends. 2016 musste es abgebaut werden. In den unteren Auflagesteinen gab es Brüche, wodurch sich die Grabanlage stark neigte und Gefahr lief einzustürzen. Um Schaden am Bauwerk und besonders für die Friedhofsbesucher abzuwenden, musste es abgebaut werden. Die Kosten für die Demontage wurden durch den Landkreis Meißen, Spenden und die Kirchgemeinde getragen. Die demontierte Grabanlage lagerte in Einzelteilen auf dem Friedhof.

Spenden können gern noch auf das Konto der Kassenverwaltung Dresden unter IBAN: DE37 3506 0190 1667 2090 52 mit Zweck: RT 2354 Spenden Flutopferdenkmal oder direkt auch im Pfarramt eingezahlt werden.

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