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Donnerstag, 09.08.2018

Hightech-Container aus Dresden

Die mobilen Rechenzentren des IT-Unternehmens Cloud&Heat Technologies werden jetzt im großen Stil gebaut. Dafür arbeiten die Dresdner ab sofort mit TradeDX zusammen, der tschechischen Tochter der Foxconn Technology Group. Foxconn ist einer der weltgrößten Hersteller von Elektronik- und Computerteilen und produziert unter anderem für Apple, Microsoft und Dell sowie Spielekonsolen für Nintendo und Sony. In der Tschechischen Republik sollen jährlich bis zu 240 Datencenter-Container von Cloud & Heat gefertigt werden. Die weltweite Nachfrage nach den Sechs-Meter-Containern sei nach ersten Bestellungen aus Norwegen und Japan sowie einem Großauftrag eines deutschen Energiekonzerns sprunghaft angestiegen, teilt das Unternehmen mit.

Die mobilen Rechenzentren ermöglichen einen flexiblen Einsatz von Rechenleistung und gleichzeitiger Warmwasserproduktion an jedem beliebigen Ort. Damit sparen sie im Vergleich zu ähnlich leistungsstarken Zentren bis zu 1 300 Tonnen im Jahr ein. Das entspricht einer Ausgleichsfläche von fast 19 Fußballfeldern Wald. Die Idee, mit der Wärme von Servern zu heizen, entstand in einem Forschungsprojekt an der TU Dresden. Daraus gründete sich 2012 das Start-up, das seither seine umweltfreundlichen Serverschränke baut. Erst auf der Cebit im vergangenen Jahr hatten die Dresdner außerdem ihre erste Containerlösung präsentiert.

„Die geschlossene Kooperation mit Foxconn ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von Cloud & Heat vom einstigen Start-up zu einem weltweit operierenden Unternehmen“, sagt CEO Nicolas Röhrs. Die Produktionskapazitäten des Partners wären notwendig, um eine Serienproduktion der Container zu sichern. Die räumliche Nähe garantiert ein pünktliches Ausliefern an die Kunden. (jam)

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