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Montag, 18.06.2018

Heineccius verlässt Radebeul

RBC gewinnt das Heimspiel gegen Lößnitz 3:0 und wird in der Endabrechnung Neunter. Kehrt Ronny Kreher zurück?

Von Jürgen Schwarz

Der Lößnitzer Torhüter Robin Köpsel kann gegen den Radebeuler Philip Heineccius klären. Später sah der Gästekeeper nach einer Notbremse gegen Florian Müller die Rote Karte. Für Heineccius war es das letzte Spiel im RBC-Trikot.
Der Lößnitzer Torhüter Robin Köpsel kann gegen den Radebeuler Philip Heineccius klären. Später sah der Gästekeeper nach einer Notbremse gegen Florian Müller die Rote Karte. Für Heineccius war es das letzte Spiel im RBC-Trikot.

© Lutz Kollmann

Radebeul. Die Saison in der Fußball-Landesliga ist beendet. Der spielfreie VfL 05 Hohenstein-Ernstthal stand als Meister schon vor dem letzten Spieltag fest und spielt 2018/19 in der NOFV-Oberliga Süd. Die Medaillenplätze gingen an Neuling Großenhainer FV 1990 und den FC Grimma. Absteiger in die Landesklasse sind der VFC Plauen II (Rückzug) sowie den Reichenbacher FC, Lipsia Eutritzsch und den VfB Zwenkau.

Der Radebeuler BC beendete die Serie nach dem überzeugenden Heimspiel gegen den Tabellenvierten FC 1910 Lößnitz (3:0) auf Rang neun. „Unser Minimalziel war ein einstelliger Platz, aber ehrlich gesagt, hatte ich schon gehofft, dass wir in der Endabrechnung zwischen Rang vier und sechs einkommen“, meinte RBC-Coach Matthias Müller. „Vom Potenzial her, das in unserem Kader steckt, war das durchaus möglich. Allein die letzten beiden Heimpartien mit dem 6:3 gegen Grimma und dem starken Saisonabschluss gegen Lößnitz haben gezeigt, dass wir gegen Spitzenteams der Liga bestehen und uns auch durchsetzen können. Leider haben wir aber gegen Mannschaften, die hinter uns stehen, zu viele Punktverluste zugelassen. Ganz abgesehen davon, dass uns noch die sechs Zähler der beiden Siege gegen die Plauener Reserve aberkannt wurden.“

Im letzten Punktspiel der Saison formierte „Lotte“ Müller seine Startelf aus Spielern, die auch 2018/19 im Kader der Karl-May-Städter stehen werden. Bis auf eine Ausnahme: Philip Heineccius stand in der Innenverteidigung, weil drei defensive Stammkräfte wegen Verletzung fehlten oder nur auf der Bank saßen (Helm, Talke, Graage). „Henne“ wird zukünftig wohl in der Landesklasse seine Töppen schnüren. „Er geht beruflich nach Wilsdruff und wird voraussichtlich für Motor spielen“, bestätigt Müller. „Natürlich ist das ein großer Verlust für uns, denn Philip kann mit seiner technischen und taktischen Klasse schon den Unterschied machen.“ Es war auch Heineccius zu verdanken, dass der RBC gegen die Lößnitzer ohne Gegentor blieb. Auf der Gegenseite trafen Zdenek Kopas (7., 75.) und Kapitän Benno Töppel (71.) ins Schwarze. Gäste-Torwart Robin Köpsel sah nach einer Notbremse gegen Florian Müller vor dem eigenen Strafraum in der 68. Minute die Rote Karte.

Eröffnet wird die Landesliga-Saison 2018/19 am 24. August. Ergänzt wird das 16er Feld durch Oberliga-Absteiger SV Einheit Kamenz sowie die aufstiegsberechtigten Landesklässler FSV 1990 Neusalza-Spremberg, SV Germania Mittweida, SG Tauchau 99 und SV Olbernhau. Bei den Radebeulern werden Torhüter Christopher Schultchen und Ex-Dynamo Richard Schöne dann nicht mehr dabei sein. Beide verlassen aus beruflichen Gründen den RBC. Willi Richter und Richard Thiele werden voraussichtlich in der zweiten Mannschaft spielen. „Willi wird die Vorbereitung mitmachen, danach sehen wir weiter“, lässt sich Matthias Müller ein Hintertürchen offen. Über Neuzugänge wollte der Radebeuler Trainer (noch) nichts verraten. „Wir werden die Lücken schließen, da bin ich mir sicher.“ Sogar die Rückkehr von Ronny Kreher soll ein Thema sein. „Kein Kommentar“, sagt Müller. Sein Lächeln verrät, dass er den 38 Jahre alten Angreifer wohl auf dem Zettel hat. Kreher war vor fünf Jahren zum VfL Pirna-Copitz gewechselt.