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Freitag, 06.07.2018

Heimvorteil für die Meißner Hornets

Von Thomas Riemer

Spannende Rennen, große Kulisse: Meißen darf sich auf ein weiteres Speedway-Highlight am Sonntag freuen. Foto: Claudia Hübschmann
Spannende Rennen, große Kulisse: Meißen darf sich auf ein weiteres Speedway-Highlight am Sonntag freuen. Foto: Claudia Hübschmann

© Claudia Hübschmann

Der Stachel ist gespitzt.“ Ronny Weis, das Aushängeschild des Meißner Speedwaysports, gibt sich kampfeslustig. Denn die Meißen Hornets – zu deutsch: Hornissen – haben bereits zum Auftakt der diesjährigen Serie um den Speedway Team Cup (STC) eine sehr gute Figur abgegeben. Anfang Juni gab es den zweiten Platz in Landshut. Das zweite von insgesamt vier Wertungsrennen in dieser Saison geht nun am Sonntag über die Bühne – und das auf der Heimbahn in Zaschendorf.

„Wir sind in Landshut auf einer für uns sehr schweren Bahn Zweiter geworden und waren darüber mehr als froh“, so Ronny Weis. Vor heimischem Publikum wollen die Hornets nun angreifen. „Es gibt nur ein Ziel für uns: Sieg“, so Weis und denkt dabei möglicherweise sogar schon an das Gesamtklassement. Erst mal aber soll auf der Heimbahn gepunktet werden – und das in Bestbesetzung. Neben den Lokalmatadoren Richard Geyer und Ronny Weis gehören mit Martin Smolinski und dem amtierenden Deutschen Meister Lukas Wegner zwei ausgesprochene Spitzenathleten zum Team. Zudem können die Athleten auf die gewohnt recht große Fangemeinde auf dem Oval in Zaschendorf hoffen.

Auch die derzeit herrschende Gluthitze dürfte keinen Einfluss auf das Fahrvermögen haben, so Ronny Weis. Zumal damit ja auch die Konkurrenz aus Neuenknick, Landshut und Olching zu tun haben wird. Gerade Olching (LK Fürstenfeldbruck) sei aber ein ernstzunehmender Gegner – auch im Hinblick auf die Gesamtwertung.

Die Bahn in Meißen befindet sich in gewohnt sehr gutem Zustand. Vor dem Rennen am Sonntag wird sie nochmals ordentlich gewässert, am Sonntag selbst sind Temperaturen um die 24 Grad und kein Niederschlag prognostiziert. Durch die Bewässerung könne die Bahn zumindest an einigen Stellen in den ersten Rennläufen auch mal etwas schlüpfrig werden, vermutet Ronny Weis. Das seien dann natürlich keine einfachen Bedingungen. „Körper und Geist müssen sich da ein bissel umstellen“, flachst der erfahrene Rennfahrer. Auch an den Maschinen müsse je nach Wetter im Vorfeld immer noch etwas bei der Feinabstimmung getan werden. Das sei aber prinzipiell Sache der Mechaniker, die den Fahrern möglichst den Rücken frei halten sollen. Gerade zwischen den einzelnen Läufen sei das wichtig. Da brauchen die Fahrer bei Hitze Ruhe und ein feuchtes Handtuch im Nacken, „weil der Schweiß in die Stiefel reinläuft“, so Ronny Weis schmunzelnd.

Abschluss im Frühherbst

Start ist am Sonntag um 14 Uhr. Gefahren werden 16 Vor- sowie drei Finalläufe. In jedem Rennen geht jeweils ein Fahrer der beteiligten Mannschaften an den Start. Bei Punktgleichheit nach Abschluss aller Rennen wird ein Stechen mit jeweils einem Athleten der betroffenen Teams gefahren.

Die beiden ausstehenden STC-Wettbewerbe für die Meißen Hornets finden erst im Frühherbst statt. Am 23. September geht es zum Lauf nach Güstrow, eine Woche später startet das Team in Neuenknick in Ostwestfalen. „Beide Austragungsorte sind Bahnen, die uns aus der Erfahrung heraus liegen“, sagt Ronny Weis.

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