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Sonntag, 06.05.2018

Heimsieg verpasst

Budissa Bautzen trennt sich von Viktoria Berlin 1:1. Drei Vereine stehen als Absteiger bereits fest. Am Mittwoch geht es weiter.

Von Jürgen Schwarz

Der quirlige Bautzener Tony Schmidt (Mitte) beschäftigt hier gleich drei Gegenspieler von Viktoria Berlin.
Der quirlige Bautzener Tony Schmidt (Mitte) beschäftigt hier gleich drei Gegenspieler von Viktoria Berlin.

© Torsten Zettl

Fußball. Die FSV Budissa Bautzen verpasste am Sonntag den angestrebten Heimsieg gegen den FC Viktoria 1889 Berlin. Gegen die Hauptstädter musste sich die Mannschaft von Cheftrainer Torsten Gütschow vor 495 Zuschauern im Stadion Müllerwiese mit einem 1:1 (1:1) begnügen. „Natürlich bin ich vom Ergebnis enttäuscht, aber wir können aus eigener Kraft den Ligaverbleib schaffen. Wir haben noch zwei Spiele und werden Rang 15 noch verlassen. Davon bin ich felsenfest überzeugt“, gab sich Gütschow nach dem Abpfiff zuversichtlich.

Eigentlich hatte Budissas Coach keinen Grund, seinen Startelf nach dem furiosen 1:0-Sieg in Nordhausen zu verändern. Aber die Sperren von Torhüter Maik Ebersbach (nach Rot für zwei Partien) sowie Sepp Kunze und Franz Hausdorf (jeweils 5. Gelbe) zwangen ihn dazu. Neben Keeper Jan Schulz rückten Johann Weiß und Jonas Krautschick in die Anfangsformation der Spreestädter.

Die Partie begann recht verhalten. Eigentlich kein Wunder, schließlich wussten beide Seiten, dass die BSG Chemie Leipzig nach der 0:5-Pleite bei Hertha BSC II als dritter Absteiger nach Luckenwalde und Neustrelitz schon vor dem Anpfiff feststand. So dreht sich in dieser Woche alles um Platz 15, der in der Endabrechnung nur den Abstieg in die Oberliga nach sich zieht, sollte der NOFV-Meister Energie Cottbus den Sprung in Liga drei verpassen.

Die Spielanlage der Hauptstädter wirkte in der Anfangsphase etwas konstruktiver und durchdachter. Die Gastgeber fanden aber schnell ihren Rhythmus. In der 24. Minute wurde es für die Berliner erstmals gefährlich, als ein Schuss von Paul Milde knapp am Pfosten vorbeiflog. Budissa erhöhte den Druck und kam acht Minuten vor der Pause zum 1:0. Johann Weiß überwand Viktorias Schlussmann Pascal Kühn mit einem wuchtigen Kopfball.

Der Berliner Keeper verhinderte kurz vor dem Halbzeitpfiff das 2:0 durch Milde, als er im Herauslaufen einen Tick eher an den Ball kam (41.). Vier Minuten später folgte der Schock für Budissa, denn Patrick Brendel köpfte nach einem Freistoß aus Nahdistanz zum 1:1 ein. „Da stimmte die Zuordnung nicht“, ärgerte sich Torsten Gütschow. „Wir hatten bis dahin alles im Griff und kassieren dann so ein Ding.“

Der Ausgleichstreffer hing den Gastgebern in den Kleidern. Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen zunächst die Berliner das Zepter. In der 73. Minute jubelten die Gäste zum zweiten Mal, aber Schiedsrichter Marko Wartmann (Großvargula) gab das Tor aufgrund einer Abseitsstellung von Ugurcan Yilmaz nicht. Für Gäste-Trainer Thomas Herbst eine Fehlentscheidung: „Da hat der Assistent viel zu schnell die Fahne gehoben.“

Danach bekamen die Hausherren wieder Oberwasser, aber Kapitän Franz Pfanne und Martin Hoßmang brachten den Ball nicht im Tor unter. Schließlich wartete Pascal Kühn gegen Pfanne mit einer Glanzparade auf und verhinderte das Bautzener Siegtor (77.). Während die Neugersdorfer mit dem 3:1-Sieg in Neustrelitz den Klassenerhalt perfekt machten, müssen die Budissen noch warten. Am Mittwoch soll in Halberstadt gepunktet werden, ehe Sonnabend der punktgleiche Tabellennachbar Altglienicke (14.) in Bautzen gastiert.

Bautzen spielte mit: J. Schulz – Heppner, Patka, Hoßmang, Mack - Krautschick (79. Gehrmann), Weiß (70. Kloß), Pfanne, Milde - Schmidt und Bönisch.