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Donnerstag, 09.08.2018

Handel lockt mit Elektro-Ladesäulen

Von Erich Reimann

Für Elektroauto-Besitzer dürften Fahrten quer durch Deutschland bald etwas einfacher werden. Aldi Süd rüstet 28 Filialen in der Nähe der großen deutschen Autobahnen mit Schnellladesäulen aus, an denen die Kunden ihre Fahrzeuge kostenlos aufladen können. Je nach Fahrzeugtyp sei damit in gut 30 Minuten eine Reichweitenverlängerung von bis zu 200 Kilometern möglich, verspricht das Unternehmen.

Die großen deutschen Handelsketten haben die Elektromobilität als Thema entdeckt, mit dem sie sich beim Kunden profilieren können. Schließlich sind öffentliche Stromladestationen in Deutschland bislang noch recht dünn gesät, und Schnellladesäulen haben geradezu Seltenheitswert. Das Handelsblatt titelte erst kürzlich: „Deutschland ist bei Ladestationen für Elektroautos ein Entwicklungsland“.

Immer mehr Händler tragen dazu bei, die Lücken im Netz wenigstens ein bisschen zu schließen. Ikea etwa hat inzwischen zwei Drittel seiner 53 Einrichtungshäuser mit E-Tankstellen ausgestattet. Bis 2019 sollen auch die restlichen Standorte folgen. Besonders an Freitagen und Samstagen werde das Angebot rege genutzt, heißt es beim Unternehmen.

Auch der Lebensmittelhändler Rewe hat an seinen Läden mehr als 50 Ladesäulen eingerichtet. Die Ladenkette Kaufland will bis Anfang 2019 mehr als 100 Schnellladestationen zur Verfügung stellen. Lidl bietet bislang an 9 Filialen die Möglichkeit, Strom zu tanken. Künftig soll jede neu eröffnete Filiale mit einer E-Ladesäule ausgestattet werden. Das Engagement beim Thema Elektromobilität stärkt das Image und lockt eine zudem zahlungskräftige Kundengruppe an. (dpa)

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