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Freitag, 14.09.2018

Hainsberg zieht den Hauptgewinn

Von Jürgen Schwarz

Der Leipziger Joachim Fritsche gehörte bei der Fußball-WM 1974 zum DDR-Aufgebot. Kam aber aufgrund einer Verletzung nicht zum Einsatz. Insgesamt 14 Länderspiele bestritt der inzwischen 66-Jährige. Von 1968 bis 1981 stand er beim 1. FC Lok Leipzig unter Vertrag. Am vergangenen Montag zog Fritsche die Lose für die 3. Runde um den Landespokal. Und er zog „seinen“ 1. FC Lok als erstes (!) Los aus der Trommel – gegen den Hainsberger SV! Die Paarung wurde natürlich gedreht, da der HSV drei Klassen tiefer spielt.

„Das ist natürlich ein super Los! Das wird ein Highlight für meine Mannschaft, eigentlich für ganz Freital“, sagt der Hainsberger Trainer Knut Michael. „Ich hoffe, wir können das Spiel bei uns zu Hause stemmen. Wir werden alles dafür tun. Das sind wir unseren Fans und unseren Sponsoren schuldig.“

Die Leipziger werden vom ehemaligen DDR-Nationalspieler Heiko Scholz trainiert, der mit Dynamo Dresden in der 1.  Bundesliga spielte, später noch für Leverkusen und Bremen in der höchsten deutschen Spielklasse kickte. Als Trainer arbeitet der gebürtige Görlitzer seit 2013 in Leipzig, seit dieser Saison sind alle Lok-Spieler Vollprofis. Im Tor der Messestädter ist Benjamin Kirsten die unumstrittene Nummer eins, fehlt allerdings seit Wochen aufgrund einer Meniskus-Verletzung.

Die Freitaler Landesklasse-Kicker müssen beim ESV Lok Zwickau aus der Landesklasse West antreten. In der 2. Runde hatten die Westachsen den SV Zeißig trotz Unterzahl mit 2:1 bezwungen. Freital setzte sich in Bannewitz mit 2:0 durch. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, blickt Trainer Jens Wagner zurück. Wagner kann dem Gastspiel in Zwickau durchaus etwas Positives abgewinnen: „Ich denke, wir haben eine realistische Chance, mit einem Sieg die Rückreise anzutreten, um dann im Achtelfinale vielleicht zu Hause gegen einen namhaften Kontrahenten aufzulaufen.“