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Donnerstag, 01.02.2018

Gute Zeiten für schlechte Phasen

Am Wochenende müssen die Eislöwen gegen zwei Top-Teams antreten. Doch Steven Rupprich kennt den Schlüssel zum Erfolg.

Von Cornelius de Haas

Gegen Kassel machte Steven Rupprich seinen achten Saisontreffer. Gegen Frankfurt und in Garmisch-Partenkirchen will er die Bilanz weiter ausbauen.
Gegen Kassel machte Steven Rupprich seinen achten Saisontreffer. Gegen Frankfurt und in Garmisch-Partenkirchen will er die Bilanz weiter ausbauen.

© Robert Michael

Das war Balsam für die geschundene Eislöwen-Seele. Die Rede ist vom überraschend klaren 7:4-Erfolg am vergangenen Sonntag gegen die Kassel Huskies. „Der war sehr wichtig – einfach, um es uns und auch den Zuschauern zu zeigen, dass wir es noch draufhaben“, sagt Steven Rupprich. Dabei hat der Stürmer laut eigener Aussage nie einen Zweifel gehabt, räumt aber ein, dass der Sieg „Selbstvertrauen gegeben hat, mit dem wir in die nächsten Spiele gehen können“.

Die haben es in sich. Am Freitagabend kommt mit den Löwen Frankfurt der Tabellendritte der Deutschen Eishockey-Liga 2 in die Dresdner Eishalle. Am Sonntagnachmittag tritt die Mannschaft von Trainer Franz Steer beim zweitplatzierten SC Riessersee in Garmisch-Partenkirchen an. Für den Eislöwen-Coach sind vor allem die Hessen derzeit schwer zu analysieren.

Seit der Verpflichtung des finnischen Keepers Antti Karjalainen in der vergangenen Woche stehen in Frankfurt fünf Ausländer unter Vertrag. „Meiner Meinung nach ein Top-Torhüter, der sicher auch gegen uns spielen wird“, meint Steer. Zudem verpflichteten die Löwen am Mittwoch mit Maximilian Faber und Martin Schymainski noch zwei DEL-erprobte Spieler aus Krefeld. „Das Grundkonzept werden sie sicher beibehalten, aber durch die personellen Veränderungen wird sich da auch in der Aufstellung sicher einiges verschieben“, vermutet der 59-jährige Bayer.

Für Rupprich spielt das alles keine Rolle. Er will einfach beweisen, dass der Sieg gegen Kassel nach zuvor sechs Niederlagen keine Eintagsfliege war. „Wir haben da den Weg über die, wie ich immer sage, Drecks-tore gefunden“, erklärt der nach Petr Macholda dienstälteste Eislöwe und benennt den Schlüssel zum Erfolg: „Einfach noch öfter schießen, noch härter vor dem Tor arbeiten und den Willen haben, sich gegen den Verteidiger durchzusetzen.“ Beherzigt die Mannschaft das in den letzten elf Spielen der Hauptrunde, dann „haben wir zu einem guten Zeitpunkt eine schlechte Phase gehabt“, sagt Rupprich.

Die Begründung liegt für den 28-Jährigen auf der Hand: „Wir wissen jetzt, was wir erreichen können, wenn wir zusammenhalten. Wenn wir das bis zu den Play-offs durchziehen können, sind wir dann auch von der Stimmung im Team in einer Topform.“ Für sich selbst hat er erkannt: „Vieles ist Kopfsache. Man braucht das Selbstvertrauen für eine schnelle Entscheidung. Sonst überdenkt man alles erst noch mal. Das dauert zu lange. Eishockey ist ein schneller Sport. Da ist oft die erste Überlegung die bessere.“

Ein besonderes Lob hat Rupprich auch für die Anhänger. „Wenn Misserfolg kommt, pfeifen die Fans andernorts schnell, was aber am Ende keinem hilft. Ich bin stolz drauf, dass wir hier so einen Zusammenhalt haben und die Fans eben auch sehen, dass wir geackert haben und uns nicht hängenlassen, auch wenn die Ergebnisse nicht gestimmt haben.“ Es sei schön, zu sehen, dass man mit harter Arbeit und dem Zusammenhalt wieder aus einem Tief herauskommt.

Gute Nachrichten gibt es auch aus dem Eislöwen-Lazarett: Torwart Sebastian Stefaniszin kann wieder voll mittrainieren. Auch Dominik Grafenthin steht mittlerweile bei Einheiten auf dem Eis, und bei Harrison Reed ist ein Einsatz im Derby gegen Crimmitschau am Sonntag nächster Woche nicht ausgeschlossen.

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