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Montag, 29.10.2018

Gütschow ist begeistert

Budissa setzt sich daheim knapp gegen Wacker Nordhausen durch. BFV 08 kassiert in Erfurt die fünfte Niederlage in Folge.

Von Jürgen Schwarz

Der Jubel nach dem knappen Heimsieg über Wacker Nordhausen kannte bei Bautzens Coach Torsten Gütschow (links) keine Grenzen. Hier freut er sich mit Mannschaftsleiter Daniel Jesinghaus.
Der Jubel nach dem knappen Heimsieg über Wacker Nordhausen kannte bei Bautzens Coach Torsten Gütschow (links) keine Grenzen. Hier freut er sich mit Mannschaftsleiter Daniel Jesinghaus.

© Torsten Zettl

Fußball-Regionalliga Nordost. Wieder einmal haben die Regionalliga-Fußballer der FSV Budissa Bautzen mit dem Rücken zur Wand für ein Erfolgserlebnis gesorgt. Gegen den vor der Saison als Titelanwärter gehandelten FSV Wacker Nordhausen setzten sich die Spreestädter vor 317 Zuschauern im heimischen Stadion Müllerwiese mit 1:0 (1:0) durch. Bereits nach 120 Sekunden sorgte Kevin Bönisch auf Vorarbeit von Tony Schmidt für das Tor des Tages.

Die Konstellation war aus Sicht der Gastgeber ungünstig, denn die Südharzer reisten mit einem neuen Trainergespann an. Torhüter Tino Berbig (38) – zuletzt für Nordhausens Oberliga-Team aktiv – und Matthias Peßolat (33) sind nach der Beurlaubung von Volkan Uluc zunächst bis zur Winterpause als Interimstrainer tätig. „Wir haben alles versucht, sind körperlich an die Grenze gegangen, aber es hat nicht gereicht. Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen“, resümierte Berbig, der wie Peßolat seine aktive Laufbahn durch die neue Aufgabe für beendet erklärte.

Die Bautzener begannen auf der Müllerwiese mit einem 4-3-3-System, kamen mit Schmidt und Jonas Krautschick über die Flügel. Der Schachzug von Trainer Torsten Gütschow ging schnell auf. „Auch für mich ein völlig neues Gefühl, hier in Bautzen so früh das erste Tor zu bejubeln“, freute sich der 56-Jährige. Danach war die Partie von Taktik geprägt. „Wir haben das ganz stark gemacht“, strahlte Tony Schmidt, wieder einer der Aktivposten.

Eine Bestnote verdiente sich aber auch der junge Tim Wockatz, „der seine Sache ausgezeichnet gemacht hat“, wie auch Gütschow befand. Dessen Auswertung nach der 1:4-Pleite beim Schlusslicht in Rathenow trug Früchte. „Diesmal hat mich meine Mannschaft begeistert, männlichen Fußball gespielt und auch kämpferisch alles in die Waagschale geworfen. Mit so einer Einstellung halten wir ganz sicher die Klasse“, ist Gütschow überzeugt.

Der Bischofswerdaer FV konnte seine Negativserie im Erfurter Steigerwaldstadion nicht stoppen. Vor 2 930 Zuschauern unterlag der Aufsteiger mit 0:3 (0:2). Von Beginn an sorgte der Drittliga-Absteiger für viel Druck, die Schiebocker standen defensiv gut sortiert und hielten bis kurz vor der Pause ein 0:0. In der 41. Minute überwand Velimir Jovanovic den bis dato stark haltenden Oliver Birnbaum per Kopf. Nur vier Minuten später erhöhte Petar Lela im Anschluss an einen Eckball. Auf der Gegenseite konnten Tomas Petracek (7.) und Frank Zille (32., 37.) verheißungsvolle Offensivaktionen nicht zum Abschluss bringen.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten sich die Bischofswerdaer an einer Resultatskosmetik, aber Petracek hatte kein Schussglück (51., 57.). Ein Pfiff von Schiedsrichter Tim Kohnert (Ballenstedt) machte dann die letzten Hoffnungen der Gäste zunichte. Bei einem Eckball war Andis Shala im BFV-Strafraum zu Boden gegangen. Rico Gladrow verwandelte den Elfmeter, wurde aber zurückgepfiffen. Dann aber war auch sein zweiter Versuch erfolgreich (64.). BFV-Präsident Jürgen Neumann hatte schon vor der Partie erklärt: „Wir stehen zu unserem Trainer-Team und diese sportliche Talsohle gemeinsam durch.“

Pokal-Achtelfinale am Mittwoch


Bereits am Mittwoch stehen die nächsten Pflichtspiele an. Im Achtelfinale um den sächsischen Landespokal gastiert Budissa Bautzen ab 13.30 Uhr bei Stahl Freital aus der Landesklasse Mitte. Freital trennte sich in der 7. Liga im Heimspiel vom SV Wesenitztal 1:1. Zur gleichen Zeit laufen die Bischofswerdaer im Grimmaer Stadion der Freundschaft gegen den gastgebenden Landesligisten auf. Die Muldestädter verloren mit 1:2 in Markkleeberg und damit zugleich die Spitzenposition in Liga sechs.

Budissa: Ebersbach – Weiß, Patka, Hoßmang, Krahl, Treu, Schlicht, Wockatz, Krautschick (61. Ciapa), Bönisch (76. Langr) und Schmidt (86. Bär).

Bischofswerda: Birnbaum - Cellarius, Meinel (57. Sonntag), Kießling, Käppler, Kötzsch, Klotke, Grellmann (65. Hagemann), Maresch, Zille und Petracek (84. Gries).