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Freitag, 12.10.2018

Grundwasserspiegel sorgt für Probleme auf der Bastei

Das ausgebuchte Berghotel muss zurzeit mit Trinkwasser beliefert werden. Der Betrieb ist dadurch aber nicht gestört.

Von Nancy Riegel

Das Berghotel hat Probleme mit dem Wasser aus dem Brunnen.
Das Berghotel hat Probleme mit dem Wasser aus dem Brunnen.

© Marko Förster

Lohmen. Mehrere Lastkraftwagen mit dem Müllermilch-Schriftzug fahren seit Dienstag zwischen der Ortsmitte von Lohmen und dem Berghotel auf der Bastei. Nicht Milch, sondern Trinkwasser haben die Fahrzeuge geladen. Denn das Hotel kann derzeit nicht auf sein Wasservorkommen zurückgreifen. Geschäftsführer Dieter Schröter erklärt die Problematik: „Das Wasser aus unserem Brunnen ist seit einigen Tagen getrübt. Deswegen lassen wir uns vorsichtshalber Trinkwasser aus den Hydranten in Lohmen anliefern.“

Was genau der Grund für die Trübung des Wassers ist, das kann der Geschäftsführer noch nicht sagen. Eine Wasserleitung liegt auf der Bastei nicht an, das Hotel bezieht sein Trinkwasser aus einem Brunnen in Kurort Rathen. Die Wasserproben aus dem Brunnen werden derzeit noch untersucht. „Wir gehen davon aus, dass der niedrige Grundwasserspiegel Schuld an der Trübung ist, ähnlich wie im Erzgebirge“, erläutert Schröter. Die Dörfer dort, die nicht an der zentralen Trinkwasserversorgung angeschlossen sind und sich aus Hausbrunnen versorgen, sitzen zunehmend auf dem Trockenen oder klagen über eine schlechte Wasserqualität.

Das Berghotel ist derzeit voll belegt und bei vier Sternen erwarten die Gäste einen gewissen Standard. Trübes Wasser im Waschbecken und der Badewanne gehört nicht dazu. Der Hotelchef setzte sich deshalb umgehend mit Lohmens Bürgermeister Jörg Mildner (CDU) in Verbindung, der gleichzeitig auch Verbandsvorsitzender des Trinkwasserzweckverbandes ,,Bastei“ ist. Was macht man in solch einer Situation? „Mit einem Feuerwehrfahrzeug darf man kein Trinkwasser transportieren, also mussten spezielle Tanklaster her. Nach einigen Telefonaten konnten Fahrzeuge von Müllermilch zur Verfügung gestellt werden.“ Schröter ist dem Bürgermeister dankbar für die schnelle Hilfe. Seit Dienstag verkehren nun Fahrzeuge zwischen Lohmen, wo sie Trinkwasser am Hydranten abzapfen, und dem Hotel auf der Bastei. Das hat eine Trinkwasserzisterne im Haus. Bei einer vollen Belegung wie jetzt müssen die Tanklaster mehrmals am Tag fahren. Die Gäste bekommen, abgesehen von dem vielen Verkehr und der Entladung, nichts von dem Problem mit. Das Wasser kommt wie gewohnt aus der Leitung.

Eine teure Angelegenheit für das Hotel. „Die Kosten sind jetzt erst einmal egal, Hauptsache die Gäste und Angestellten sind zufrieden“, sagt der Chef. Doch wie geht es jetzt weiter auf der Bastei? Man müsse die Ergebnisse der Probenuntersuchung abwarten, sagt Schröter. „Dann müssen wir schauen, welche weiteren Schritte wir gehen.“