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Montag, 17.09.2018

Grundstein für die Feuerwehr gelegt

Löbaus OB Dietmar Buchholz gab den Startschuss zum Neubau. Für die Ortswehr in Kittlitz werden über eine Million Euro investiert.

Von Markus van Appeldorn

Bei der Grundsteinlegung.
Bei der Grundsteinlegung.

© www.rafa-sampedro.de

Kittlitz. Der große gemeinsame Tag der Feuerwehren von Löbau und Luban hatte bereits am Sonnabendvormittag begonnen. Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (parteilos) hatte nach Kittlitz geladen, zur feierlichen Grundsteinlegung des neuen Feuerwehrdepots an der Nieskyer Straße.

„Der Bau der Ortsfeuerwehr Kittlitz ist Ausdruck dankbarer Hochachtung gegenüber den Feuerwehren und den Kameraden, die immer hilfsbereit zur Stelle sind und selbstlos ihren Dienst tun“, sagte der Oberbürgermeister. Bei Sanierung und Bau der Löbauer Gerätehäuser habe sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. „So wie die Feuerwehr sich für die Bürger einsetzt, so setzen wir uns für die Feuerwehr ein“, sagt Buchholz.

Am neuen Standort investiere man nun über 1,1 Millionen Euro. Der Landkreis fördert den Bau mit 360000 Euro. Für den Stellplatz eines Fahrzeugs des Katastrophenschutzes schießt das Programm Interreg Polen Sachsen weitere 92 500 Euro zu. Buchholz erinnerte auch an die Schwierigkeiten beim ursprünglich vorgesehenen Ausbau des Kittlitzer Feuerwehrdepots am bisherigen Standort am Schloss.

Der war daran gescheitert, dass man von einem Grundstückseigentümer kein Zufahrtsrecht erhielt. Der Neubau hatte sich daher verzögert und auch erheblich verteuert. „Anlässlich dieses festlichen Ereignisses der Grundsteinlegung, auf die die Wehr so lange hat warten müssen, können wir nach engagiertem Ringen nun einen guten Start vollziehen“, sagte der Oberbürgermeister.

Anschließend wurde eine Zeitkapsel im Fundament einbetoniert. Darin die Sonnabend-Ausgabe der Sächsischen Zeitung und der aktuelle Kittlitzer Bote, außerdem Baupläne, Euromünzen und die aktuelle Personalstatistik der Löbauer Ortswehr. Die Delegation aus Luban gab eine Ausgabe der dortigen Lokalzeitung, eine Erinnerungsmedaille und eine 1-Zloty-Münze mit. Humorvoll dankte der OB auch dem anwesenden Bauarbeiter: „Die Baufirma hat sich bereit erklärt, an einem Sonnabend zu arbeiten – auf einer staatlichen Baustelle“, sagte er, „normalerweise arbeiten die nach Feierabend ja woanders für das Doppelte.“

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