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Montag, 13.08.2018

Grenzkriminalität bleibt ein Problem

Innenminister Roland Wöller hat die Polizei in Zittau besucht. Autoklau und Einbrüche machen ihm weiter Sorgen.

Von Matthias Klaus & Jan Lange

Innenminister Roland Wöller informiert sich an der mobilen Beratungsstelle der Polizei in Zittau zu Möglichkeiten des Diebstahlschutzes.
Innenminister Roland Wöller informiert sich an der mobilen Beratungsstelle der Polizei in Zittau zu Möglichkeiten des Diebstahlschutzes.

© Bernd Gärtner

Görlitz/Zittau. Roland Wöller lässt sich von Polizeihauptkommissar Rolf Kasper und Polizeioberkommissar Andre Berthold zeigen, wie man sich gegen Einbrüche schützen kann. Mit der mobilen Beratungsstelle sind die beiden Fachberater der Polizeidirektion Görlitz regelmäßig im Landkreis unterwegs und informieren die Bürger über geeignete Vorsorgemaßnahmen gegen Einbrecher und Diebe. Am Freitag machten sie vor dem Salzhaus in Zittau Station. Und diesmal gab es prominenten Besuch. Sachsens Innenminister schaute bei der mobilen Beratungsstelle vorbei.

egenheit hatte, sich mit denjenigen Beamten der Kriminalpolizei und des Einsatzzuges auszutauschen, die hauptsächlich mit der Bekämpfung der Kriminalität befasst sind“, sagt der Görlitzer Polizeipräsident Torsten Schulze.

Für den Innenminister bleibt die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität und von Eigentumsdelikten ein Schwerpunkt der Polizeiarbeit – auch wenn es Erfolge gegeben hat und die Zahl der Straftaten auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren liegt.

Tatsächlich ist die Kriminalität insgesamt in der Oberlausitz 2017 gesunken. Aber eben nicht die Straftaten, bei denen es um Autoklau geht, eher im Gegenteil. 531 Fälle waren es 2017 in den Kreisen Görlitz und Bautzen., im Vergleich zu 2016 ein Anstieg um 122. Schwerpunkte sind dabei Görlitz und Zittau.

„Sowohl die Fahnder des für Eigentumsdelikte zuständigen Kommissariats als auch die gemeinsamen Fahndungsgruppen Bautzen und Neiße sowie die Mitarbeiter der Einsatzzüge leisten dabei eine engagierte und erfolgreiche Ermittlungsarbeit“, erklärt Wöller am Freitag in Görlitz. Dies habe inzwischen eine abschreckende Wirkung gegenüber den Tätern erzielt, sagte der Innenminister. Aber er weiß auch: Fahrzeugdiebstahl ist und bleibt offensichtlich ein Problem in der Region. „Deshalb ist das konsequente Vorgehen bei Einbrüchen und Diebstählen bei gleichzeitiger sichtbarer Präsenz von Polizeibeamten strategischer Arbeitsschwerpunkt in der Polizeidirektion Görlitz“, so Wöller.

Vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen der sächsischen Polizei und der Bundespolizei mit den tschechischen sowie den polnischen Behörden, seien ein wichtiger Baustein der polizeilichen Arbeit in der Oberlausitz.

Dabei gab es in dem Bereich in der jüngsten Vergangenheit Probleme, vor allem mit den polnischen Kollegen. Partner vor Ort jenseits der Neiße tendieren offenbar immer wieder dazu, zunächst zu hören, was Warschau zu Entscheidungen hier sagt. Wöller hatte sich in Görlitz auch mit Ermittlern des für Eigentum- und Bandenkriminalität zuständigen Kommissariats getroffen. „Insbesondere Großverfahren auf beiden Seiten der Neiße gegen grenzüberschreitend agierende Autodiebe und Geldautomatensprenger bilden derzeit einen Arbeitsschwerpunkt dieser spezialisierten Ermittler“, so der Minister.

Polizeiliche Kontrollen und Präsenz sowie akribische Ermittlungsarbeit seien nur eine Seite der Medaille. Ebenso wichtig sei die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Prävention. „Es gibt für jede Wohnung, jedes Haus und jedes Auto passgenaue Möglichkeiten zur Eigensicherung“, sagt der Innenminister.

Auf ein Wort Seite 13

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