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Donnerstag, 14.06.2018

Graf Arnim auf den Spuren der eigenen Geschichte

Von Rolf Ullmann

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Diese Besucherinnen betrachten den Stammbaum der Familie von Arnim.
Diese Besucherinnen betrachten den Stammbaum der Familie von Arnim.

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Das Hörspiel von Kai-Uwe Kohlschmidt wurde am Sonntagnachmittag gelesen.
Das Hörspiel von Kai-Uwe Kohlschmidt wurde am Sonntagnachmittag gelesen.

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Thomas Graf von Arnim nutzte seinen Besuch in Bad Muskau auch für eine ausgiebige Besichtigung des Fürst-Pückler-Parkes. Der Fotograf traf ihn am Sonnabendmittag vor der Kulisse des Neuen Schlosses auf seinem Weg zu ebenjenem Gebäude.Fotos: Rolf Ullmann (3)
Thomas Graf von Arnim nutzte seinen Besuch in Bad Muskau auch für eine ausgiebige Besichtigung des Fürst-Pückler-Parkes. Der Fotograf traf ihn am Sonnabendmittag vor der Kulisse des Neuen Schlosses auf seinem Weg zu ebenjenem Gebäude.Fotos: Rolf Ullmann (3)

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Untrennbar mit dem Namen und dem Wirken des „grünen Fürsten“ verbunden ist das Weltkulturerbe des Fürst-Pückler-Parkes. Pückler ist eine Lichtgestalt des 19. Jahrhunderts. Die Wahrnehmung des Parks, der Schlösser sowie aller weiteren Bauwerke, die unter seiner Leitung, aber auch noch danach entstanden sind, ist stets mit seinem Vermächtnis verknüpft. In dessen Schatten findet das Wirken derer, die nach ihm sein Werk fortsetzten und viele seiner Projekte zur Reife führten und vollendeten, häufig noch nicht die Anerkennung, die ihm gebührt. Cord Panning, der Geschäftsführer der Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“, unterstreicht diese Tatsache mit den Worten „Muskau ist mehr als nur Pückler.“

Mit der Ausstellung „Die Grafen Arnim als Muskauer Standesherren“ die am Sonnabend eröffnet wurde, wird eine große Lücke in der bisherigen Betrachtungsweise der Geschichte von Bad Muskau und insbesondere seiner Standesherren geschlossen. Die Schau verdeutlicht anschaulich das Wirken der drei Grafen Traugott, Adolf und Hermann von Arnim im Zeitraum von 1881 bis zum Sommer 1945. Die Zahl Drei prägt den Inhalt sowie die Gestaltung der Ausstellung. Denn sie würdigt das Werk dreier herausragender Persönlichkeiten, die in drei Epochen, der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und im dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte, der Nazizeit, der Standesherrschaft ihren Stempel aufdrückten. Die Zahl Drei steht aber auch für die Darstellung der Einheit zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung der Region, der weiteren Gestaltung des Parks und des Umbaus des Neuen Schlosses.

Entsprechend dieser Dreiheit ist auch die Ausstellung selbst gegliedert. Neben den Bildnissen sowie dem Stammbaum der Familie eingangs erwartet den Besucher zuerst die sehr anschaulich gestaltete Familiengeschichte. Sie wird im nächsten Raum durch die Darstellung der Leistungen der Familie zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region Bad Muskau ergänzt. Die letzte Etappe schließlich widmet sich der Gestaltung des Parks. Dass die Ausstellung mit einer opulenten Fülle von Fotos, Dokumenten und Sachzeugnissen den Betrachter förmlich überwältigt, ist den Leihgaben zahlreicher Institutionen aus Deutschland sowie Polen, privater Sammlungen und nicht zuletzt der Familie Arnim zu verdanken. Während der Eröffnung fielen deshalb immer wieder die Sätze: „Ein Besuch ist bei weitem nicht genug. Zu beeindruckend ist das, was hier zu einem einheitlichen Ganzen zusammengefügt wurde.“

Den drei Kuratorinnen der Ausstellung ist es gelungen eine direkte, emotional sehr berührende Sicht auf die 64-jährige Geschichte der Standesherrschaft deren von Arnim in Bad Muskau zu gestalten.

Die Ausstellung ist im 2. Obergeschoss des Neuen Schlosses (Schloßstraße 2) bis zum 9. September zu sehen.