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Donnerstag, 10.05.2018

Gewitter vermiesen Vatertagsausflüge

Am Vatertag fielen Ausflüge in einigen Regionen Deutschlands ins Wasser. Es gab heftige Gewitter und starke Regenfälle. In Teilen Norddeutschlands waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Und für das kommende Wochenende sieht es nicht viel besser aus.

Eine Gewitterwolke zieht über die Landschaft in Ostbrandenburg. In Teilen Deutschlands sind heftige Regenfälle niedergegangen.
Eine Gewitterwolke zieht über die Landschaft in Ostbrandenburg. In Teilen Deutschlands sind heftige Regenfälle niedergegangen.

© Patrick Pleul/dpa

Offenbach. Wegen heftiger Gewitter und starken Regens sind mancherorts die Vatertagsausflüge ins Wasser gefallen. In Hamburg und im nahegelegenen Quickborn waren die Feuerwehren am Donnerstag im Großeinsatz; auch in Teilen Sachsen-Anhalts, Brandenburgs, Thüringens und Nordbayerns kam es zu Unwettern am Vatertag. Und auch am kommenden Muttertag (13. Mai) wird es in weiten Teilen Deutschlands nass. Vor allem im Südwesten erwarten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lang andauernden und kräftigen Regen. Nur im Osten und Nordosten wird es sonnig und mit bis zu 27 Grad sogar wieder frühsommerlich warm, wie der DWD am Donnerstag in Offenbach mitteilte.

An Christi Himmelfahrt hatte die Hamburger Feuerwehr alle Hände voll zu tun. In Lohbrügge/Bergedorf herrsche Ausnahmezustand, sagte ein Sprecher. Ein Abschnitt der Bundesstraße 5 sei komplett gesperrt worden. Wegen Unterspülung sei ein Wohnhaus mit neun Parteien evakuiert worden. In einer Kita laufe ein Gefahrguteinsatz, weil Schwimmbad-Chlorbehälter umhertrieben, berichtete der Sprecher weiter.

Auch im nahegelegenen Quickborn musste die Feuerwehr dutzende Male ausrücken. Ab Donnerstagnachmittag seien rund 130 Einsatzkräfte mehrerer Freiwilliger Feuerwehren im Stadtgebiet ausgerückt, teilte der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg mit. „Durch den starken Regen und Hagelschauer mit Hagelkörnern von einem Durchmesser von rund fünf Zentimetern sind zahlreiche Keller vollgelaufen und Straßen überflutet“, hieß es.

Im Oststeinbek östlich von Hamburg gebe es das größte Hochwasser seit Jahrzehnten, sagte der Sprecher der Feuerwehr, Christian Höft, am Abend. Derzeit gebe es 150 Feuerwehreinsätze gleichzeitig, auch der Katastrophenschutz sei beteiligt. Keller ganzer Straßenzüge seien in dem Ort im Kreis Stormarn überflutet, ein Bahndamm drohe abzurutschen, Trafohäuser stünden unter Wasser. Es gebe Stromausfall. Flüsse würden über die Ufer treten und ein Haus stehe komplett unter Wasser.

Im thüringischen Schönbrunn wurde nach Polizeiangaben die Ortsdurchfahrt vom Schlamm umliegender Felder überspült. Die Straße wurde abgesperrt, mehrere Feuerwehren rückten aus. In Sachsen-Anhalt lag der Schwerpunkt der Gewitter bis zum Nachmittag im Osten und Nordosten des Landes, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig. In der Region um Wittenberg seien in einer halben Stunde fast 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, in Havelberg seien es in kurzer Zeit zwischen 25 und 35 Liter gewesen.

Heftige Gewitter und Schauer zogen am Morgen auch im Breisgau in Baden-Württemberg auf. Einige Straßen waren nach Polizeiangaben vom Starkregen überflutet worden. In Brandenburg regnete es bis zum Nachmittag im Fläming und in der Prignitz stärker, Gewitter wurden auch aus Nordbayern gemeldet. Bis zum Abend erwartete der DWD besonders in der Osthälfte Deutschlands Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und auch Hagel.

Am Freitag bleibt es laut den Meteorologen bewölkt, aber überwiegend trocken. Es sei mit Temperaturen um die 19 Grad zu rechnen. Die Temperaturen sind nach zuletzt sehr sonnigen und warmen Tagen kräftig zurückgegangen. In der Stadt Meßstetten in Baden-Württemberg wurden am Donnerstagmorgen gerade einmal 4,0 Grad gemessen, im oberbayerischen Reit im Winkl waren es 5,2 Grad. Am Tag zuvor wurde hingegen fast noch die 30-Grad-Marke erreicht: Spitzenreiter war am Mittwoch Lingen in Niedersachsen mit 29,5 Grad. (dpa)

>>> Wettervorhersage für Sachsen

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