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Samstag, 13.10.2018

Genuss, der vor der Haustür wächst

Die Kulinarischen Wochen in der Sächsischen Schweiz beginnen. Zum Auftakt im Kaufpark Nickern gab es ein Kochduell.

Von Katarina Gust

Zur Eröffnung der „Kulinarischen Wochen“ serviert Sven Petzold vom Romantik Hotel Deutsches Haus in Pirna gemeinsam mit Juniorchefin Katja Riedel und Tino Richter (l.), dem Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Rote-Beete-Carpaccio.
Zur Eröffnung der „Kulinarischen Wochen“ serviert Sven Petzold vom Romantik Hotel Deutsches Haus in Pirna gemeinsam mit Juniorchefin Katja Riedel und Tino Richter (l.), dem Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Rote-Beete-Carpaccio.

© Norbert Millauer

Sächsische Schweiz. Zum Wandern in die Sächsische Schweiz? Nicht nur. Ab sofort gibt es einen weiteren Grund, der Region einen Besuch abzustatten. Und der dreht sich um die Gaumenfreude. 15 Restaurants zwischen Pirna und Schmilka, Bad Gottleuba und Heeselicht locken vier Wochen lang mit Leckereien, die von Erzeugern aus der Sächsischen Schweiz stammen. Sie beteiligen sich damit an den „Kulinarischen Wochen“, die der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in der Sächsischen Schweiz zum inzwischen zehnten Mal veranstaltet.

Wie die Sächsische Schweiz mundet, das konnten Feinschmecker zum Auftakt der Aktion im Kaufpark Nickern testen. Am Freitag lieferten sich hier Köche der Gasthäuser ein Duell am Herd. Das Ergebnis durfte sofort verkostet werden. Das ließen sich die Besucher nicht zweimal sagen. Das Parfait von der Aroniabeere mit Quittengelee vom Romantikhotel „Deutsches Haus“ in Pirna fand genauso reißenden Absatz wie der Aperitif mit Holunder und Pilzblatt von der Ziegelscheune in Krippen oder das Erdfrüchteragout mit Rinderleber vom Erbgericht in Heeselicht. Hier ist Philipp Haufe Küchenchef. „Wenn man weiß, wo die Produkte herkommen, macht die Arbeit damit noch mehr Spaß“, sagt der junge Koch. Ihm kommt deshalb nur Qualität in die Küche. „Und die bekomme ich in Perfektion aus der Sächsischen Schweiz“, schwärmt er.

Fleisch von Rindern, die unterhalb der Burg Stolpen weiden, oder Gemüse und Kartoffeln, die im Nachbarort gewachsen sind. „Die Region hat kulinarisch eine Menge zu bieten“, sagt Thomas Pfenniger, Geschäftsführer des Dehoga Sachsen Regionalverbandes Sächsische Schweiz. Zehn Erzeuger hat er für die „Kulinarischen Wochen“ gewinnen können. Kurze Wege zwischen ihnen und den Restaurants würden für eine absolute Frische der Produkte sorgen – und nicht zuletzt eine längere Haltbarkeit. „Das schmeckt der Gast“, ist Pfenniger überzeugt. Restaurantbesuchern gehe es längt nicht mehr nur darum, satt zu werden. Viele würden ganz bewusst nach einer regionalen, ehrlichen Küche fragen. Neben Klassikern wie Gulasch und Bratwurst seien immer öfter auch verrückte Kreationen gefragt. Wie zum Beispiel die Französische Zwiebelsuppe mit Kaffeearoma, die Mario Lunze vom Hotel Elbiente in Rathen extra für die Aktion kreiert hat. Was verrückt klingt, scheint den Besuchern im Kaufpark zu munden. Der Suppentopf ist zumindest schnell leer geschöpft. Nachschlag gibt es bis zum 11. November – nicht nur im Elbiente in Rathen.