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Samstag, 13.01.2018

Gemüse, das im Eis wächst

Frisches Grün sucht man in der Antarktis vergeblich. Das soll ein neuartiges Gewächshaus ändern.

Von Irena Güttel

Ein südafrikanisches Forschungsschiff hatte die beiden Container vergangene Woche am Ekström-Schelfeis abgeliefert.
Ein südafrikanisches Forschungsschiff hatte die beiden Container vergangene Woche am Ekström-Schelfeis abgeliefert.

© DLR/dpa

Antarktis. Frischer Salat, Gurken, Radieschen und Erdbeeren – das soll in Kürze in der weißen Einöde der Antarktis wachsen. Möglich machen wollen das Experten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dafür haben sie ein Gewächshaus entwickelt, in dem Gemüse und Kräuter ohne Erde und Tageslicht gedeihen. Vor wenigen Tagen sind die zwei Container, in denen die Hightech-Gemüsezucht untergebracht ist, in der Antarktis angekommen. Jetzt sind die Wissenschaftler mit dem Aufbau beschäftigt.

Voraussichtlich Anfang Februar werden Projektleiter Daniel Schubert und sein Team die ersten Pflanzen aussäen können. „Regale müssen eingerichtet, Pumpen für die Nährlösung installiert und Spezial-LEDs für die optimale Beleuchtung kalibriert werden“, sagte Schubert. Das Gewächshaus verfügt über einen geschlossenen Kreislauf, in dem Luft und Wasser immer wieder recycelt werden. Die Energie kommt von der 400 Meter entfernten Forschungsstation Neumayer III.

Bis Ende Dezember soll das Gewächshaus in der Antarktis bleiben. In der Zeit will das DLR erforschen, wie groß der Ertrag ist und wie viel Energie das Gewächshaus braucht. Das Forschungsprojekt „Eden-ISS“ gilt als Testlauf für bemannte Missionen auf Mond und Mars. (dpa)

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