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Mittwoch, 07.11.2018

Gefahren in der Felswand

Das Müglitztal bietet Kletterern spannende Erlebnisse. Trotzdem ist Vorsicht geboten, wie ein Unfall deutlich macht.

Von Mandy Schaks

Der Grafenstein mit einer Höhe von 20 bis 30 Metern zählt im Müglitztal zu einem beliebten Kletterfelsen.
Der Grafenstein mit einer Höhe von 20 bis 30 Metern zählt im Müglitztal zu einem beliebten Kletterfelsen.

© Eric Liebeheim

Müglitztal. Eric Liebeheim hat mit Freunden seine Leidenschaft fürs Klettern vor acht, neun Jahren entdeckt. Da machte der Lauensteiner einen Kurs im wohl bekanntesten Klettergebiet Sachsens, in der Sächsischen Schweiz, wie er erzählt. Das hat ihm und seinen Freunden so gut gefallen, dass er dabeigeblieben ist und sein kleines Kletterparadies sogar vor der Haustür fand: im Müglitztal.

Doch das bekam im wahrsten Wortsinn jetzt einen Riss. Als die Truppe kürzlich wieder unterwegs war, diesmal am Grafenstein zwischen Lauenstein und Fürstenwalde, einem beliebten Kletterfelsen, passierte das Unverhoffte. Eric Liebeheim griff mit der Hand nach oben, wie er schildert, plötzlich löste sich ein lockerer massiver Felsblock. Das Geröll fiel auf seine Hand, wobei er sich schwer verletzte. „Gott sei Dank ist durch den folgenden Steinschlag meinem Sicherungsmann und weiteren Kletternden nichts passiert“, sagt Eric Liebeheim.

Er will den Unfall, der sich Anfang September ereignete, überhaupt nicht dramatisieren. Aber er nimmt den Vorfall zum Anlass, auf die Gefahren hinzuweisen und andere Kletterer zu warnen. „Es sind immer mal wieder lockere Bereiche in den letzten Jahren festzustellen gewesen, aber derart massive Teile waren bisher nicht betroffen“, sagt er. „Es ist daher für alle Kletterer besondere Vorsicht geboten!“