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Samstag, 10.11.2018

Gefahr durch bröselnde Stützmauer

Seit 20 Jahren ist die kleine Straße an der Wunderburg ein Sorgenkind der Stadt. Jetzt wird die Situation prekär.

Von Elke Braun

Die Stützmauer, die die Böschung an der Straße Wunderburg befestigen soll (links), ist marode und droht nun restlos einzustürzen. Die Stadtverwaltung hat für die Sanierung der Mauer und den Ausbau der Straße Fördergeld beantragt.
Die Stützmauer, die die Böschung an der Straße Wunderburg befestigen soll (links), ist marode und droht nun restlos einzustürzen. Die Stadtverwaltung hat für die Sanierung der Mauer und den Ausbau der Straße Fördergeld beantragt.

© André Braun

Roßwein. Ein Teil der Stützmauer im oberen Teil der Anliegerstraße ist so sehr eingebrochen, dass dies bereits Auswirkungen auf den Zustand der Straße habe. Darauf haben die Eigentümer der darunter liegenden Grundstücke an der Wehrstraße hingewiesen. „Es sind Risse und Setzungen auf der Straße zu sehen“, sagte Bauamtsleiterin Petra Steurer in der Sitzung des Stadtrates. Das Thema kam deshalb auf die Tagesordnung, weil die Räte bereits jetzt die Eigenmittel für die Sanierung der Stützmauer zusagen mussten, um im kommenden Jahr in den Genuss von Fördergeld zu kommen.

Derzeit sei die Einbruchstelle notdürftig gesichert worden, so die Bauamtsleiterin. Dies sei aber nichts für die Dauer. Neben der Sicherung der Stützmauer auf etwa 30 Metern Länge sei auch ein grundhafter Ausbau der Straße mit einer funktionierenden Entwässerung erforderlich. In diesem Zusammenhang würde das für Roßwein zuständige Abwasserentsorgungs-Unternehmen „Obere Freiberger Mulde“ auch gleich einen Abwasserkanal verlegen. Der Einsturzbereich werde mit einer sogenannten Spritzbetonschale gesichert, die mit Pfählen tief vermauert wird. Die Straße soll mit Betonpflaster aufgebaut und Entwässerungseinrichtungen versehen werden.

Insgesamt schlagen für die Baumaßnahme rund 249 000 Euro zu Buche, wobei 139 000 Euro auf die Stützmauer und 110 000 Euro auf den Straßenbau entfallen. Die Stadtverwaltung hat beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) bereits einen Antrag auf Fördergeld gestellt. Die Stützmauer kann mit 90 Prozent und der Straßenbau mit 70 Prozent bezuschusst werden. Damit Roßwein das Geld bekommt, muss bereits jetzt sichergestellt werden, dass die Eigenmittel in Höhe von fast 47 000 Euro im kommenden Jahr aufgebracht werden.

„Es muss dort etwas getan werden. So wie es jetzt ist, handelt es sich um eine Gefahrenstelle“, so Petra Steurer. Stadtrat Erwin Weist (Die Linke) gab vor der Abstimmung zu bedenken, dass an der Stelle noch sehr hohe Kosten auf die Stadt zukommen könnten. Immerhin sei die Stützmauer am Anfang der Straße teilweise mehrere Meter hoch. Erwin Weist enthielt sich der Stimme. Alle anderen Stadträte gaben der Beschlussvorlage ihre Zustimmung.

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