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Montag, 11.06.2018

Frankenberg geht in Gröditz unter

Von Jürgen Schwarz

Gröditz. Am Samstagabend feierten Spieler, Trainer, Fans und Sponsoren im Mittweidaer „Stadion am Schwanenteich“ den Meistertitel des SV Germania mit 100 Litern Freibier. Zuvor hatte sich der Meister der Fußball-Landesklasse Mitte im letzten Heimspiel gegen den Hartmannsdorfer SV Empor mit 2:1 durchgesetzt. Vor Ort war auch Staffelleiter Günter Urban – und der hatte die nächste Hiobsbotschaft im Gepäck: „Frankenberg zieht sich freiwillig aus der Landesklasse zurück. Ich wurde am Freitag informiert.“ Tommy Krumbiegel, Abteilungsleiter Fußball beim SV Barkas, erklärt: „Die finanzielle und die sportliche Situation lassen einen Start in dieser Liga einfach nicht zu. Wir bedauern diese Entscheidung sehr und hoffen auf ein mildes Urteil des SFV-Sportgerichtes.“

Die seit Jahren anhaltende Diskussion um eine Reduzierung der Landesklasse auf drei Staffeln erhält damit neuen Nährstoff. Einen sportlichen Absteiger wird es in der Mitte-Staffel nicht geben, weil zwei Teams freiwillig die Liga verlassen. Allerdings hat auch schon der Tabellenletzte Coswiger FV signalisiert, in der kommenden Saison in der Kreisoberliga spielen zu wollen. Damit wären vier Plätze im 14er Feld frei. Aus der Kreisoberliga steigen aber maximal drei Vereine auf. In welcher Form die Landesklasse Mitte komplettiert werden würde, vermag derzeit selbst der Staffelleiter „nicht zu sagen“.

Die Frankenberger präsentierten sich auf dem Sportplatz am Gröditzer „Eichenhain“ tatsächlich wie ein Absteiger (1:6). Kevin Perkun (16., 53.), Martin Bächler (63., 76.) und der eingewechselte Rene Großmann (78., 80.) trafen für die Gastgeber ins Schwarze, ehe Denny Winkler (85.) der Ehrentreffer glückte. Vor der Partie wurden mit Lucas Partuscheck und Niklas Wöhlmann zwei Gröditzer Stammspieler verabschiedet. „Beide zieht es aus beruflichen Gründen beziehungsweise wegen des anstehenden Studiums in die Ferne. Ein herber Verlust für unser Team“, meinte Präsident Klaus Hirschnitz. Trainer Rico Kaiser resümierte nach der letzten Heimpartie der Saison: „Es war ein gutes Spiel meiner Mannschaft gegen einen harmlosen Gegner. In der ersten Hälfte ließen wir klare Tormöglichkeiten aus, so dass es zur Pause nur 1:0 statt mindestens 3:0 für uns stand. Aber dafür funktionierte es in der zweiten Hälfte besser. Wir vergaben zwar weiterhin beste Chancen, trafen dann aber doch mit guten Kombinationen einige Male ins Tor.“

Schlusslicht Coswiger FV unterlag zu Hause dem Tabellendritten aus Freiberg mit 2:5. Nach 32 Minuten war die Begegnung entschieden. Tommy Gommlich (6., 30.), Sven Hennig (8.) und Spieler-Trainer Rico Thomas (32.) waren viermal zur Stelle. Auch das erste Coswiger Tor ging auf das Konto der Freiberger – Patrick Löbel unterlief ein Eigentor (34.). Nach einer Stunde konnte Philipp Langer auf 2:4 verkürzen, aber Thomas stellte mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her (89.).

Eine deutliche Angelegenheit wurde auch die letzte Heimpartie der Wilsdruffer. Wie schon beim Hinspiel in Weinböhla bejubelte die SG Motor vier Tore – aber diesmal reichten sie zu einem deutlichen 4:0-Erfolg. Beim Hinspiel hatte die TuS einen 1:4-Rückstand noch in ein 5:4 gedreht. Yves Morgenstern (53., 62.), Georg Bormann (87.) und Tim Sander (90.) trafen. TuS-Trainer Yves Würgau: „Mir fehlten zwölf Spieler aus dem Kader. Das kann man nicht mehr kompensieren. Mit voller Kapelle ist in Wilsdruff mehr drin. Wir wollen uns nun nächste Woche ordentlich aus der Saison verabschieden.“