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Donnerstag, 13.09.2018

Fleischspieß im Kopf

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Dieses Röntgenbild des Medical News Network zeigt den Fleischspieß, der sich bei einem Unfall in den Schädel von Xavier Cunningham aus Harrisonville gebohrt hat.
Dieses Röntgenbild des Medical News Network zeigt den Fleischspieß, der sich bei einem Unfall in den Schädel von Xavier Cunningham aus Harrisonville gebohrt hat.

© Medical News Network/dpa

Xavier Cunningham nach seiner Operation. Der Junge hatte in seinem Baumhaus gespielt, als er von Insekten attackiert wurde. Dabei stürzte er ab und landete auf dem Fleischspieß aus Metall, der sich durch sein Gesicht in den Kopf bohrte.
Xavier Cunningham nach seiner Operation. Der Junge hatte in seinem Baumhaus gespielt, als er von Insekten attackiert wurde. Dabei stürzte er ab und landete auf dem Fleischspieß aus Metall, der sich durch sein Gesicht in den Kopf bohrte.

© Shannon Miller/dpa

Harrisonville. Dass der zehnjährige Xavier noch am Leben ist, grenzt nach Ansicht seiner Ärzte an ein Wunder: Ein Fleischspieß hatte sich in den Kopf des Jungen aus dem US-Staat Missouri gebohrt, wie der „Kansas City Star“ berichtete.

Ereignet hatte sich das Unglück bereits am Wochenende. Xavier spielte in seinem Baumhaus, als er von Insekten attackiert wurde. Dabei stürzte er ab und landete auf dem Fleischspieß aus Metall. Dieser bohrte sich durch sein Gesicht in den Kopf. Sie habe Schreie gehört, erzählte seine Mutter Gabrielle dem Blatt. „Er kam herein, und dieses Ding steckte da drin.“

In einer sehr riskanten Operation entfernten Ärzte am Sonntag in der Klinik der University of Kansas den Metallspieß aus seinem Kopf. Der Spieß hatte weder Auge oder Gehirn noch Wirbelsäule verletzt, sagte Koji Ebersole. Auch wichtige Blutgefäße seien verschont geblieben, als sich der Spieß bis zu 15 Zentimeter in den Kopf des Jungen gebohrt habe. „Die Wahrscheinlichkeit davon liegt bei eins zu einer Million, das nichts davon getroffen wurde.“

Xavier habe sich sehr tapfer verhalten, sage Ebersole. Es sei ein Wunder gewesen, dass alles so gut ausgegangen sei. Die Ärzte gehen davon aus, dass er kaum oder keine bleibenden Schäden davontragen werde. (dpa)

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