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Mittwoch, 20.06.2018

Es sind noch Plätze frei

Dynamo hat vor dem Trainingsstart acht Abgänge zu verzeichnen und acht neue Spieler. Das passt – aber nur rechnerisch.

Von Daniel Klein

Ein Kommen und Gehen. Beendet sind die Wechselspiele noch lange nicht, das Transferfenster schließt Ende August.
Ein Kommen und Gehen. Beendet sind die Wechselspiele noch lange nicht, das Transferfenster schließt Ende August.

© Robert Michael

Der fünfwöchige Urlaub endet am Donnerstag für die Dynamo-Profis mit einer sportmedizinischen Untersuchung. Am Freitag folgt der Laktattest. Am Montag beginnt die Vorbereitung auf die dritte Zweitliga-Saison in Folge. Zunächst soll die Fitness geformt werden. Der Kader hat in der Sommerpause bereits Formen angenommen. Acht Abgängen stehen bisher acht Zugänge gegenüber. Die SZ erklärt, an welchen Stellen trotzdem noch nachgebessert werden muss.

Boss ist der neue Boss im Tor

Leihspieler Marvin Schwäbe ist zurück nach Hoffenheim und von dort nach Kopenhagen gewechselt. Als Ersatz verpflichtete Dynamo am Montag Tim Boss von Drittligist Fortuna Köln. „Er wird sich bei uns dem Konkurrenzkampf mit Markus Schubert um die Position im Tor stellen“, erklärte Interims-Geschäftsführer Kristian Walter zwar, doch ob das Rennen tatsächlich offen ist, darf zumindest bezweifelt werden. Cheftrainer Uwe Neuhaus hatte Eigengewächs Schubert in der vergangenen Rückrunde kurzzeitig befördert, dann aber wieder auf Schwäbe gesetzt. Auf jeden Fall ist es ein Wagnis, mit zwei talentierten Keepern in die Saison zu gehen. Nur für den Notfall steht mit Patrick Wiegers ein erfahrener dritter Torwart bereit.

Lücken in der Außenverteidigung

Marcel Franke kehrte nach Norwich City zurück. Dafür wurde Dario Dumic für ein Jahr vom FC Utrecht ausgeliehen. Mit ihm, Kreuzbandriss-Rückkehrer Sören Gonther, Florian Ballas und Jannik Müller ist die Innenverteidigung nicht nur nominell bestens bestückt. Anders sieht es schon auf den Außen aus. Nach dem Abschied von Paul Seguin ist Niklas Kreuzer auf der rechten Seite Alleinunterhalter, er braucht noch einen Stellvertreter. Und links wurde mit Brian Hamalainen vom belgischen Erstligisten Zulte Waregem ein Ersatz für den abwanderungswilligen Philip Heise geholt. Sollte der einen Klub finden, der die von Dynamo geforderte Ablösesumme zahlt, besteht auch dort wieder Handlungsbedarf. Der bisherige Ersatzmann Fabian Müller wechselte zum Chemnitzer FC. Marc Wachs ging nach dem Ende seiner Leihe in seine Heimatstadt Wiesbaden.

Im Mittelfeld fehlt noch Qualität

Quantitativ ist in der Mitte alles bestens. Zwölf Spieler streiten sich um – in der Regel – fünf Plätze. Doch mit den beiden 18-jährigen Osman Atilgan und Marius Hauptmann hat Neuhaus zwei Talente in den Profikader befördert, die allenfalls sporadisch zum Einsatz kommen werden. Ähnliches gilt für Rückkehrer Justin Löwe – falls er in Dresden bleibt. Klar definiert ist die Rolle für Jannis Nikolaou, der Manuel Konrad im defensiven Mittelfeld ersetzt, und wie sein Vorgänger nur dann in die Startelf rücken wird, wenn Kapitän Marco Hartmann ausfällt. Noch nicht geklärt ist dagegen, wer künftig fürs Kreative zuständig sein soll. Hier reißt der zum 1. FC Köln abgewanderte Niklas Hauptmann eine große Lücke. Ob die Patrick Ebert schließen kann, ist zumindest fraglich. Der 31-Jährige kam zuletzt in Ingolstadt kaum zum Einsatz.

Bei Aias Aosman und Haris Duljevic ist zudem offen, ob sie tatsächlich bis zur Schließung des Transferfensters Ende August in Dresden bleiben. Um beide kursieren immer wieder Wechselgerüchte. Dem Österreich-Duo Sascha Horvath und Patrick Möschl, zuständig für die rechte Seite, fehlte es häufig an der Durchschlagskraft. Womöglich will Neuhaus auch dort noch nachjustieren.

Überangebot im Angriff

Offiziell fünf Planstellen hat Dynamo im Sturm, wobei der 18-jährige Vasil Kusej allenfalls als Joker eine Chance haben dürfte. Für meist nur einen Platz in der Startelf ist das Angebot mehr als reichlich – Moussa Koné, Pascal Testroet, Lucas Röser und Peniel Mlapa stehen dort zur Verfügung. Bietet Neuhaus weiterhin einen Angreifer auf, dürfte das schnell zu Frust unter den Tribünenhockern führen. Doch vielleicht findet Mlapa noch einen neuen Arbeitgeber. Oder aber der Trainer plant für ihn eine andere Rolle ein. Zuletzt fand sich der 27-Jährige als Rechtsaußen wieder – und machte das ganz ordentlich.

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