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Montag, 16.07.2018

„Es gibt keine Chance – nutzen wir sie“

Von Dirk Hocher

Die Feldfaustball-Mannschaft der über 45 jährigen Männer des SSV Heidenau hofft beim Masters-Weltcup in Österreich auf einen Medaillenrang. Foto: privat
Die Feldfaustball-Mannschaft der über 45 jährigen Männer des SSV Heidenau hofft beim Masters-Weltcup in Österreich auf einen Medaillenrang. Foto: privat

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Nur noch wenige Tage, dann startet für das Feldfaustball-Männer-45-Team des SSV Heidenau das Abenteuer World Cup in Vöcklabruck in Österreich. Dass man sich nicht als Topfavorit sieht, jedoch bei der Vergabe der Medaillen eine entscheidende Rolle mitspielen möchte, ergibt sich aus der Geschichte der Mannschaft bei zurückliegenden Feldmeisterschaften.

Der aus den Männern 35+ über viele Jahre gewachsene und nunmehr als Männer 45+ spielende Kader versuchte, bei deutschen Feldmeisterschaften einmal ganz oben auf dem Stockerl zu stehen. Entgegen den vier Hallentiteln gelang dies bisher nie. So fuhr man als mehrmaliger süddeutscher Meister zu den jeweiligen Titelkämpfen und scheiterte manchmal unglücklich und im letzten Jahr auch dramatisch an sich selbst. Zudem spielten immer wieder Verletzungen einzelner Stammspieler in den entscheidenden Halbfinalspielen eine Rolle.

Diesmal soll nun alles besser werden. So lief das Team als SSV Heidenau II in der Oberliga Sachsen auf. Schon vor dem eigentlichen Saisonbeginn war klar, dass durch das Fehlen einzelner Spieler nicht die optimalen Voraussetzungen bestanden. So war Holger Martin anfangs verletzt, Dirk Hocher als Trainer der 1. Bundesliga-Damen vom FSV Hirschfelde sowie Torsten Martin und Thomas Kühne als Trainer der Nachwuchsmannschaften zeitlich nur begrenzt einsetzbar. Zu allem Überfluss verletzte sich Torsten Stimper am vorletzten Spieltag in Rittersgrün schwer. Letztendlich konnten mit Uwe Jänichen und Andreas Beer nur zwei Spieler die komplette Feldsaison bestreiten. In der Endabrechnung stand mit 22:10 Punkten Platz 4. Mit etwas mehr Glück am letzten Spieltag – ein Satz fehlte gegen Kubschütz, wäre rechnerisch sogar der Sachsenmeistertitel noch möglich gewesen.

Nun gilt es, alle Kräfte zu bündeln, um im 562 Kilometer entfernten Vöcklabruck am 19. Juli durchstarten zu können. Die Stamm-Fünf der Heidenauer aus Uwe Jänichen, Andreas Beer, Jörg Fritzsche, Holger und Torsten Martin, Dirk Hocher und Harald Kaiser stellt sich vermutlich von selbst auf. Torsten Stimper und Thomas Kühne werden verletzungsbedingt die Reise ins Nachbarland erst gar nicht aufnehmen können. Sie werden hoffentlich bis zur deutschen Meisterschaft im September in Kellinghusen in Schleswig-Holstein wieder einsatzfähig sein. Somit bleibt nur der alte und (hoffentlich) wieder mit Wahrheit belebte Spruch: „Es gibt keine Chance – Wir nutzen Sie.“