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Samstag, 13.10.2018

Erste Mieter in den Kräuterterrassen

Am Kamillenweg in Gorbitz ist ein Neubau mit Wohnungen der Genossenschaft entstanden.

Von Nora Domschke

Die neue Kräutersiedlung am Kamillenweg.
Die neue Kräutersiedlung am Kamillenweg.

© Sven Ellger

Die Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) investiert in 184 neue Wohnungen. Nun ist der zweite von drei Bauabschnitten am Gorbitzer Kamillenweg fertig. Das Projekt kostet insgesamt 30 Millionen Euro, die Bewohner zahlen pro Quadratmeter eine Kaltmiete von knapp unter zehn Euro. Die ersten acht Mieter haben ihre neuen vier Wände bereits bezogen. Sie wohnen in den Gartenhäusern des Lavendelhofs. Passend zum Namen bekamen sie an diesem Freitag von der EWG zum Einzug ein kleines Lavendelsäckchen und Honig aus Gorbitz geschenkt.

Bis 2020 soll dann das gesamte Bauvorhaben fertig sein. Spatenstich war im März 2017, im Frühjahr dieses Jahres wurde Richtfest gefeiert. Bis Anfang 2019 werden die sechs Gartenhäuser mit 66 Wohnungen an die neuen Bewohner übergeben. Im nächsten Abschnitt entstehen bis Frühjahr 2019 die Stadthäuser mit 48 Wohnungen am Thymianweg. Der dritte und letzte Bauabschnitt umfasst noch einmal vier Gartenhäuser sowie Stadthäuser an der Schlehenstraße. Dabei denkt die EWG auch daran, dass die Bewohner älter werden: 148 Wohnungen sind barrierearm, 28 sogar barrierefrei ausgebaut.

Die EWG besitzt insgesamt 9 000 Wohnungen im Dresdner Westen, etwa in Löbtau und Cotta. 6 000 – und damit der Großteil – befinden sich in Gorbitzer Plattenbauviertel. In unsanierten Wohnhäusern bezahlen Mieter zum Teil unter fünf Euro kalt pro Quadratmeter. Mit dem Neubauprojekt reagiert die EWG nun auch auf den Wohnungsmangel. Experten sehen auch in den kommenden Jahren einen wachsenden Bedarf. Einer Studie des Immobilienunternehmens Aengevelt zufolge müssten bis 2030 mehr als 52 000 zusätzliche Wohnungen in der Stadt gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Dieser Berechnung liegt die Bevölkerungsprognose für Dresden zugrunde. Demnach könnte es bis 2025 bis zu 600 000 Dresdner geben.

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