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Dienstag, 13.03.2018

Erivan Haub gestorben

Erivan Haub.
Erivan Haub.

© dpa

Mülheim/Ruhr. In der breiten Öffentlichkeit war sein Name bis zuletzt fast unbekannt: Erivan Haub. Dabei schrieb der nun im Alter von 85 Jahren verstorbene Unternehmer in den 1970er-, 80er- und 90er-Jahren Einzelhandelsgeschichte. Zu dem von ihm unter dem Dach der Unternehmensgruppe Tengelmann errichteten Familienimperium gehören Deutschlands größter Textildiscounter Kik und die Baumarktkette Obi – und lange Zeit war das Unternehmen auch im Lebensmittelhandel ein ernst zu nehmender Wettbewerber. Das Manager-Magazin schätzte das Vermögen der Unternehmerfamilie 2017 auf rund 4,2 Milliarden Euro.

Der in Wiesbaden geborene Kaufmann Haub hatte 1969 die Lebensmittelgruppe in vierter Generation übernommen und bis 2000 als allein geschäftsführender Gesellschafter geführt. In den mehr als 30 Jahren baute er Tengelmann zu einem international tätigen Warenhandelskonzern aus. Schon 1971 übernahm Tengelmann unter Haub die Kaiser’s Kaffee-Geschäft AG in Viersen. Ein Jahr später brachte er den Markendiscounter Plus an den Start. Haub hatte unter anderem auch ein Anwesen in Radebeul, in dem einige Jahre Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Kurt Biedenkopf lebte. Haub und die Biedenkopfs waren befreundet.

Erivan Haub starb am Dienstag vergangener Woche auf seiner Ranch in Pinedale im US-Bundesstaat Wyoming, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. (dpa/SZ)

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