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Samstag, 15.09.2018

Erfrischungskur für Wegesteine

Von Ralf Grunert

Diesem Wegestein am Wiednitzer Dorfangers tut eine Restaurierung not. Foto: Ralf Grunert
Diesem Wegestein am Wiednitzer Dorfangers tut eine Restaurierung not. Foto: Ralf Grunert

So wie am Dorfanger stehen an mehreren markanten Punkten in Wiednitz sogenannte Wegesteine. Bei einer Befahrung vor ein paar Wochen, an der neben Ortschaftsratsmitglied Klaus Zschech auch Ex-Bürgermeister Gottfried Jurisch und der Bernsdorfer Restaurator Rüdiger Jehnichen teilgenommen haben, wurden diese in Augenschein genommen. Fünf von ihnen will der Ortschaftsrat wieder auf Vordermann bringen lassen. In dieser Woche ging die zuletzt noch fehlende Genehmigung der Denkmalschutzbehörde ein, war von Klaus Zschech zu erfahren, der postwendend den Auftrag zur Restaurierung ausgelöst hat.

Im Vorfeld war einiges zu klären gewesen. So wurde Klaus Zschech persönlich beim Denkmalschutz in Kamenz vorstellig. Die Finanzierung war mit der Bernsdorfer Stadtverwaltung zu klären. Der Ortschaftsrat hatte vorgeschlagen, das für Landschaftspflege in Wiednitz in diesem Jahr zur Verfügung stehende Geld dafür zu nutzen. Rüdiger Jehnichen wiederum überschlug, was es kosten würde, die Anfang des 19. Jahrhunderts errichteten Steine so wiederherzustellen, wie sie ursprünglich einmal aussahen, denn nach der Wende waren sie in einer ABM-Maßnahme nicht fachgemäß übermalt worden. „Die Kunststofffarbe muss runter vom Naturstein, ebenso das Moos“, erklärte der Restaurator auf TAGEBLATT-Nachfrage. Allein für die Reinigung eines einzelnen Wegesteins veranschlagt er einen halben Tag. Hinzu kommen die Neubeschriftung und eine neue Beschichtung. „Die Restaurierung soll so nachhaltig sein, dass es mindestens 20 Jahre hält“, dies der Anspruch des Experten.

Pro Stein kostet das rund 1 000 Euro. In Summe übersteigt das das in diesem Jahr zur Verfügung stehende Budget. Daher, so die Auskunft des Bernsdorfer Kämmerers Dirk Wuschansky, habe man sich darauf verständigt, in diesem Jahr drei Steine zu finanzieren und im kommenden Jahr die zwei restlichen. Dem Restaurator kommt das entgegen, weiß Klaus Zschech. Der habe so viel zu tun, dass er sowieso nur drei Steine schafft – sofern das Wetter mitspielt.