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Dienstag, 13.03.2018

Elf Straftaten an zwei Tagen

Ein 63-Jähriger beschäftigte jetzt gleich mehrfach die Bundespolizei.

© dpa

Bischofswerda/Dresden. Dass ein Fahrgast im Zug ohne Ticket erwischt wird, kommt immer mal wieder vor. Die Schaffner bieten dann an, den Fahrschein nachzulösen. Bei dem 63-Jährigen, der am Freitag von Bischofswerda aus die Bahn nach Dresden nahm und nicht bezahlt hatte, biss die Zugbegleiterin dabei jedoch auf Granit. Stattdessen beleidigte sie der Mann mehrfach. Die hinzugezogenen Bundespolizisten stellten dann sogar fest, dass gegen den Dresdner ein generelles Beförderungsverbot des Eisenbahnverkehrsunternehmens bestand.

So richtig los legte der 63-Jähriger aber am Tag darauf. Diesmal wurde er in einem Zug aus Hof kommend erwischt. Um der Fahrkartenkontrolle zu entgehen, hatte er sich in der Zugtoilette versteckt. In Dresden dann informierte später die Verkäuferin eines Geschäfts im Hauptbahnhof die Bundespolizei, dass eine ältere männliche Person soeben diversen Schmuck entwendet habe. Eingesetzte Beamte stellten erneut den 63-Jährigen fest. Er hatte 25 Fingerringe, eine Halskette und sieben Damenstrumpfhosen bei sich. Am Nachmittag meldeten sich dann weitere Geschäfte aus dem Hauptbahnhof, weil der Mann mit ihren Waren verschwunden war.

Am Sonntagmittag tauchte der Mann dann am Bahnhof Dresden Neustadt auf. Hier wurde er vom Ladendetektiv beobachtet, wie er sich in einem Drogeriemarkt Waren in den Beutel steckte und sich ohne zu bezahlen davonmachte. Am Abend tauchte er hier gleich noch mal auf und versuchte erneut zu stehlen.

Alles in allem hat der Mann in 55 Stunden elf Straftaten begangen, heißt es von der Bundespolizei. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an. (SZ)