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Montag, 09.07.2018

Eislöwen bauen auf die Jugend

Von Maik Schwert

Arne Uplegger stammt aus der eigenen Eislöwen-Jugend. Foto: René Meinig
Arne Uplegger stammt aus der eigenen Eislöwen-Jugend. Foto: René Meinig

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Das Spieler-Quartett beim traditionellen Sommer-Grillfest der Dresdner Eislöwen stand durchaus stellvertretend für die Mannschaft aus der Deutschen Eishockey-Liga 2. Mit René Kramer (30) und Steven Rupprich (29) feierten am Freitagabend im Biergarten an der Energieverbund-Arena zwei gestandene Profis mit den Anhängern – und mit Timo Walther (20) und Tom Knobloch (19) zwei junge Wilde. Cheftrainer Jochen Molling stellt mit seinem Assistenzcoach Petteri Kilpivaara für die nächste Saison ein Team aus Routiniers und Talenten zusammen. Er berichtete außerdem, dass der wieder an einem Tumor erkrankte Wade MacLeod die erneute Operation gut überstanden hat.

Zu dem Jugend-forscht-Kurs der Dresdner passt auch die bisher letzte Personalie: Georgiy Saakyan bekommt einen Profivertrag für die neue Serie. Derzeit klären die Eislöwen noch, wann der Angreifer mit russischer Staatsbürgerschaft einen deutschen Pass bekommt. Der 17-Jährige durchlief seit 2008 in Dresden alle Nachwuchsstationen. Er konnte bereits in der abgelaufenen Spielzeit immer wieder mit der ersten Mannschaft trainieren.

Arne Uplegger ist da sogar schon einen Schritt weiter. Er kam in der vergangenen Saison auf 16 Einsätze für den DEL-2-Klub. Der 20-Jährige verstärkt in der Serie 2018/2019 mit dem gleichaltrigen Timon Ribnitzky und dem ein Jahr jüngeren Tim Heyter die Abwehr. Das Trio stammt wie Saakyan aus der eigenen Jugend. Außerdem holte Molling auch Talente von anderen Vereinen. Knobloch kennt er bereits aus seiner Zeit bei der Nachwuchsauswahl. Der Stürmer aus Hennigsdorf stammt aus der Eishockey-Schule der Eisbären Berlin und kommt von den Jungadlern Mannheim. „Ich bin absolut von seinen Fähigkeiten überzeugt“, sagt Molling. „Er ist ein harter Arbeiter und unangenehmer Gegenspieler, der viel Energie ins Spiel bringt und dorthin geht, wo es wehtut.“

Ein bisschen anders verhält es sich bei Niklas Postel. Er kommt auf Leihbasis von den Krefeld Pinguins aus der DEL und soll in der zweiten Liga viel Eiszeit erhalten und auch in Über- und Unterzahlsituationen Erfahrung sammeln. Molling bezeichnet das als die für den 20-jährigen Stürmer beste Lösung. „Er ist ein talentierter Spieler mit großem Potenzial und bekommt bei uns die Chance, weiter intensiv an seiner Entwicklung zu arbeiten“, sagt er und möchte auch die derzeit noch offene Position des dritten Torhüters mit einem jungen Talent aus den eigenen Reihen besetzen.

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