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Donnerstag, 25.01.2018

Eingespieltes Team wird immer besser

Volleyball-Männer, TSV Kunnersdorf

Von Frank Thümmler

© Verein

Sie haben sich vor über 17 Jahren gefunden, um gemeinsam Volleyball zu spielen. Inzwischen haben die meisten Familien gegründet. Mit ihrer Volleyballmannschaft sind sie auch durch schwere Zeiten gegangen. Es stand sogar infrage, ob es überhaupt weitergeht. Aber diesmal stehen die Kunnersdorfer Volleyballer sogar auf der Kandidatenliste der Sportlerumfrage.

Sie sind derzeit hinter dem VV Zittau die stärkste Mannschaft im Landkreis, stehen in der Bezirksliga Ostsachsen auf dem zweiten Platz. Dabei haben die Kunnersdorfer von ganz unten angefangen. „Im Kern sind wir schon ewig lange zusammen“, sagt Spielertrainer Klaus Schäfer, den viele Görlitzer noch als Koweg-Handballer kennen. Volleyball hat er nebenbei aber auch gespielt und nach dem Ende seiner Handball-Karriere 2009/10 das Amt des Trainers übernommen. 2005 war die Mannschaft in die Bezirksklasse aufgestiegen, zehn Jahre später in die Bezirksliga. Damals stand die Mannschaft kurz vor der Auflösung. Nur noch sechs Spieler plus ein Libero waren da. „Wir haben uns entschieden weiterzumachen, auch ohne Wechselspieler. Am Ende hat uns dieses Jahr noch mehr zusammengeschweißt“, sagt Schäfer. Im Aufstiegsjahr wurden die Kunnersdorf Dritter, in der vergangenen Saison Vierter. Aus Schäfers Sicht hatte der Kader ohne Wechselmöglichkeit auch einen Vorteil: „Wir haben mit der immer gleichen Aufstellung gespielt. Am Ende wusste wirklich jeder von uns, was der andere gerade vorhat. Dieses Eingespieltsein hilft uns noch heute.“ Die Personalsituation hat sich etwas entspannt, auch durch zwei Zugänge vom VfB Görlitz. Eine Stärke der Mannschaft – Durchschnittsalter Mitte 30 – ist die Ausgeglichenheit. Ein Ausfall ist immer zu kompensieren. Die Stimmung stimmt, bei Heimspielen sorgen auch die Familien dafür. Und Klaus Schäfer hält den nächsten Aufstieg nicht für unrealistisch…

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