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Mittwoch, 08.08.2018

Eine neue Märchenbank

Die ganze Welt liest Andersens Märchen. Aber nur Maxen widmet ihm einen Baum und eine Sitzgelegenheit.

Von Heike Sabel

13 Jahre hat die Bank an der Andersen-Lärche ausgehalten. Am Sonntag wird die neue eingeweiht. Natürlich mit Märchen.
13 Jahre hat die Bank an der Andersen-Lärche ausgehalten. Am Sonntag wird die neue eingeweiht. Natürlich mit Märchen.

© Tronicke

Maxen. Nach 13 Jahren ist auch eine Bank nicht mehr die neueste. Noch dazu, da sie bei Wind und Wetter draußen steht. Weil es sich bei der an der Hans Christian Andersen-Lärche um eine besondere handelt, wird sie nun ausgetauscht. Dafür haben sich der Jugendclub Maxen und Jutta Tronicke vom Heimatmuseum einen speziellen Tag ausgesucht: den 12. August.

An dem Tag vor 167 Jahren, also 1851, fertigte Hans Christian Andersen seine Zeichnung von der Lärche an, die er Jahre zuvor bei einem seiner Besuche selbst gepflanzt hatte. Der neue Baum wurde ebenfalls an einem 12. August, nämlich 2001, gepflanzt. Vier Jahre später wurde die Bank aufgestellt, die nun nicht mehr schön ist und deshalb ausgetauscht wird. Am Freitag holen Mitglieder des Maxener Jugendclubs das neue Exemplar bei der sozialen Arbeitsprojekte Sonnenstein gGmbH ab. „Wenn alles klappt, lädt die neue Bank, natürlich wieder mit Lesebox für Bücher, ab Sonntag zum Besuch ein“, sagt Jutta Tronicke. Neben der Lärche kann dann wieder geschmökert werden.

Aus diesem Anlass öffnen sie und ihr Mann am Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr auch die Tür vom Blauen Häusel als kurzen Durchgang zur Andersen-Lärche. 11 und 15 Uhr wird zur Einweihung der Bank ein Märchen des dänischen Dichters gelesen.

„Zeitlich standen wir mit dem Projekt etwas unter Druck“, sagt Jutta Tronicke. Die frühere Wiese, über die die Bank transportiert werden muss, wird seit vergangenem Jahr bestellt. Der Transport der Bank musste jetzt stattfinden, denn die Stoppeln der geernteten Gerste sollen in den nächsten Tagen umgeackert werden, um neue Wintersaat einzubringen. Und dann war ja noch die Tradition des 12. August.

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