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Freitag, 27.07.2018

„Ein Spieljahr mit vielen Höhen und Tiefen“

Führte Wilsdruff auf einen einstelligen Tabellenplatz: Trainer Paul Rabe. Foto: Andreas Weihs
Führte Wilsdruff auf einen einstelligen Tabellenplatz: Trainer Paul Rabe. Foto: Andreas Weihs

© Andreas Weihs

Die SG Motor Wilsdruff hat die Saison in der Fußball-Landesklasse auf Rang neun beendet. Für die Mannschaft des 29 Jahre alten Trainers Paul Rabe, der im Vorjahr die Nachfolge des verdienstvollen Lutz Neumann (jetzt Sportchef) angetreten hatte, standen in der Endabrechnung 32 Punkte zu Buche.

Herr Rabe, wie fällt Ihr Resümee nach dem ersten Jahr als Cheftrainer der SG Motor aus?

Es war ganz sicher ein Spieljahr mit vielen Höhen und Tiefen. Man darf allerdings nicht vergessen, welche Spieler uns vor und während der Saison verlassen haben und fehlten. Gerade deshalb ist die Leistung der Spieler über die gesamte Serie nicht hoch genug zu bewerten. Junge Spieler wie Wollmann, Dettloff oder auch Sander konnten sich endlich vollständig integrieren. Uns war aber auch bewusst, dass wir zwar den jetzigen Kader zusammenhalten wollten, dennoch Verstärkungen für die neue Serie brauchen. Mit Philip Heineccius und Willi Richter kamen nun zwei spielstarke Jungs vom Radebeuler BC.

Gibt es einen Spieler in der Liga, den Sie zum Fußballer der abgelaufenen Saison wählen würden?

Oh, das ist aber ganz schwierig zu beantworten. Ich finde, die Liga hat einige „geile“ Kicker. Zum Beispiel bin ich immer wieder vom Bannewitzer Paul Szuppa beeindruckt. Mit seinem Tempo und seinen Dribbelfähigkeiten ist er eine ständige Gefahr für jeden Gegner. Der Hainsberger Markus Weise schießt seit vielen Jahren kontinuierlich seine Treffer, der torgefährliche Ex-Sebnitzer Pierre Nebes agiert mit seiner Routine echt unglaublich. Aber nein, den einen Spieler der Saison kann ich wirklich nicht benennen.

Wer war der beständigste Spieler Ihrer Mannschaft?

Laut meiner Statistik hat Sebastian Göldner die meisten Spielminuten abgespult. Kurz dahinter landete Jörg Göhler mit der zweitlängsten Einsatzzeit.

Der BSV Sebnitz, Barkas Frankenberg und der Coswiger FV ziehen ihre Mannschaften zurück. Was sagen Sie zu dieser Negativentwicklung?

Ganz ehrlich, ich verstehe diese Schritte nicht immer. Vielleicht fehlen mir dabei auch ein paar Hintergrund-Informationen, was genau zu diesen Entschlüssen geführt hat. Ich will immer möglichst weit oben spielen. Wenn es allerdings wirklich um die finanziellen Aspekte geht, macht das schon nachdenklich. Wenn sich ein Verein die Zugehörigkeit in der siebenten Liga nicht leisten kann, ist das sehr merkwürdig. Allein die Tatsache, dass Spieler im Amateurbereich Gehälter bekommen, finde ich absurd. Aber das ist leider der Trend.

Ihr Co-Trainer Stefan Krüger wechselt zu Dynamo Dresden. Wer wird sein Nachfolger an ihrer Seite?

Zunächst bedanken wir uns bei Stefan und wünschen ihm viel Erfolg im Nachwuchsbereich bei Dynamo. Derzeit haben wir noch keinen Nachfolger gefunden.

Das Gespräch führte Jürgen Schwarz.