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Freitag, 15.06.2018

Ein bisschen Spaß muss sein

Von Jens Jahn

In der Fußball-Landesklasse Mitte steht der letzte Spieltag an. Germania Mittweida hat die Meister- und Aufstiegsfeier bereits hinter sich, der BSV 68 Sebnitz, Barkas Frankenberg und der Coswiger FV stehen als Absteiger fest, da sie ihre Mannschaft freiwillig aus der siebten Liga zurückziehen.

So rückt der Medaillenkampf in den Mittelpunkt. Hoffnungen auf einen Podestplatz machen sich der Hainsberger SV (50 Zähler), Freiberg (49), Stahl Freital (49) und die Sebnitzer (47), die beim Hartmannsdorfer SV Empor (12.) zu Gast sind.

„Die Chance auf einen Medaillenrang besteht eigentlich nur noch theoretisch“, weiß BSV-Coach Uwe Rahle, der zum letzten Mal bei den Kunstblumenstädtern auf dem Trainerstuhl sitzt. „Wir wollen die Saison ordentlich beenden und dabei auch etwas Spaß haben. Es wird aber ein sehr unangenehmes Auswärtsspiel. Die Platzverhältnisse, die Zuschauer und die Heimstärke der Hartmannsdorfer haben schon anderen Teams Schwierigkeiten bereitet.“ Der SV Wesenitztal (11.) ist indes bei TuS Weinböhla zu Gast und würde den Tabellennachbarn mit einem Sieg überflügeln.

„Für uns gibt es damit ein kleines Endspiel“, sagt Christoph Egerer, der mit Wieland Steps seit 2017 die Mannschaft betreute und den Staffelstab nun an Uwe Rahle übergibt. „Unsere Mannschaft will unbedingt dieses Erfolgserlebnis zum Saisonabschluss, zumal wir das Hinspiel leichtfertig aus der Hand gegeben hatten.“

Der SVW hatte zu Hause mit 1:0 geführt, die Weinböhlaer aber in Unterzahl die Partie noch gedreht und 3:1 gewonnen. „Kapitän Maik Kühn fällt leider aufgrund einer Gelbsperre aus, dafür sind Felix Böhme und Markus Hexamer wieder fit. Beide wollen in ihrem letzten Spiel für Wesenitztal ihr ganzes Können abrufen.“

Offen ist noch, welche vier Vereine in die Landesklasse Mitte aufsteigen. Der Heidenauer SV steht bereits fest. In der Meißner Kreisoberliga kämpfen die punktgleichen Teams vom Meißner SV und der SG Canitz um den Aufstieg. Aktuell würden sogar beide Klubs aufsteigen, da in der Kreisoberliga Mittelsachsen keiner der drei Erstplatzierten aufsteigen will. Der Sächsische Fußball-Verband hat in seiner „Auf- und Abstiegsregelung“ festgelegt, wie ein zusätzlicher Aufsteiger aus den vier Landesklasse-Staffeln zu ermitteln ist. Errechnet wird ein Quotient: „Anzahl der erzielten Punkte, geteilt durch Anzahl der Spiele.“ (js)