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Donnerstag, 13.09.2018

Ebersbacher Bürgermeisterin gestorben

Margot Fehrmann hat ihr Amt wie kaum jemand mit Hingabe und Tatkraft gelebt.

Von Birgit Ulbricht

Margot Fehrmann stammte aus dem Vogtland und zog später nach Ebersbach, die Gemeinde, der sie verbunden blieb.
Margot Fehrmann stammte aus dem Vogtland und zog später nach Ebersbach, die Gemeinde, der sie verbunden blieb.

© SZ-Archiv/Klaus-Dieter Brühl

Ebersbach. Mitzuerleben, wie der Jahre leerstehende Naunhofer Schlachthof von Wolle Förster an ein kanadisches Unternehmen verkauft wurde, war für Margot Fehrmann noch einmal ein ganz besonderer Tag und zugleich ihr letzter öffentlicher Termin. Das war am 1. August diesen Jahres. Danach zog sich die langjährige Ebersbacher Bürgermeisterin gänzlich aus der Öffentlichkeit zurück.

Am Montagabend verlor sie den Kampf gegen ihre schwere Krankheit. Die Bürger trauern um eine Frau, die ihr Leben wie nur wenige in den Dienst der Gemeinde und des Landkreises stellte, die immer da war, sich um alles kümmerte. Sie hat ihr Amt einfach mit Hingabe und Tatkraft gelebt.

Frau Fehrmann (geboren am 10. Dezember 1952) wurde am 6. November 1996 Bürgermeisterin in Ebersbach – und blieb das unangefochten bis zum 5. November 2017, als sie nicht mehr zur Wahl antrat. Sie war nicht nur in ihrer Funktion als Bürgermeisterin bei jedem Vor-Ort-Termin, sie war auch Präsidentin des SV Ebersbach, Chefin des Abwasserzweckverbandes, Vorsitzende des Interessenbundes Heidebogen, Vorstand in der Kreissparkasse, Kreisrätin und dort lange Zeit Fraktionsvorsitzende der CDU. Sie war aber vor allem auch Mutter zweier inzwischen erwachsener Söhne, Ehefrau und Oma.

Im vorigen Jahr wurde sie für ihre Verdienste zum Ehrenmitglied des Fördervereins Schloss und Park Lauterbach ernannt. Bislang war die Gemeinde Mitglied im Förderverein gewesen. Diese Geste des Dankes hat Margot Fehrmann 2017 sehr gerührt, hat sie doch gerade im Schloss Lauterbach die augenfälligsten Erfolge in ihrem reichen Vereinsleben vorweisen können. Mit der SZ-Schlössertour und dem Sommerfest des Landrates holte sie überregionale Veranstaltungen nach Lauterbach, die wiederum Ansporn zu weiteren Sanierungen, Ausstellungen und Veranstaltungen waren.

Die Familie würdigt nun dieses besondere Verhältnis zu Schloss Lauterbach, indem sie Kondolenzspenden dem Förderverein zugute kommen lassen möchte. Wer sich in würdiger Form von Margot Fehrmann verabschieden möchte, kann das am kommenden Mittwoch um 10 Uhr in der Kirche Oberebersbach.