• Einstellungen
Samstag, 23.06.2018

Dynamos neue Trainer

Vor dem Saisonstart am Montag überrascht der Verein mit zwei Personalien – als Konsequenz aus der enttäuschenden Vorsaison.

Von Tino Meyer

Bild 1 von 2

Felix Schimmel
Felix Schimmel
Philippe Hasler
Philippe Hasler

Es ist der Tag nach der großen Krisensitzung, die schon zu diesem Zeitpunkt keiner der Verantwortlichen von Dynamo Dresden mehr so bezeichnen will. Vorher mag zwar wild an Stuhlbeinen gesägt worden sein, mancher Stuhl hat auch schon bedenklich gewackelt – doch die Nachricht an jenem Freitagmorgen vor vier Wochen soll statt großer Krise eher große Geschlossenheit dokumentieren. „Einigkeit bestand von Anfang an darüber, dass es ein einfaches ,Weiter so‘ nicht geben darf“, sagt also Dynamos Interimsgeschäftsführer Kristian Walter, der – so wird es in Vereinskreisen erzählt – inmitten der Aufarbeitung dieser enttäuschenden Vorsaison zwischenzeitlich sogar mal zwei Rollen innehatte: sowohl Stuhlbeinsäger als auch Auf-dem-wackelnden-Stuhl-Sitzender.

Doch mit der Vergangenheit möchte sich am Tag danach niemand beschäftigen, der Blick geht konsequent nach vorn und die Überschrift der Pressemitteilung Nummer 66/2018 ist entsprechend zukunftsweisend formuliert: „Team ums Team nachhaltig weiterentwickeln“.

Dieser kleine Vorlauf ist wichtig. Denn exakt vier Wochen und zwanzig Pressemitteilungen später lässt der Verein nun Taten folgen und präsentiert wieder an einem Freitagmorgen einen neuen Athletiktrainer sowie einen Spielanalysten, der ab sofort offiziell den Status Co-Trainer von Uwe Neuhaus einnimmt. Philippe Hasler und Felix Schimmel heißen die beiden Neuzugänge, die helfen sollen, Dynamos strukturell-personelle Probleme auf und neben dem Spielfeld zu beheben. „Unsere Analyse der vergangenen Saison hat gezeigt, dass wir in einigen Teilbereichen der sportlichen Abteilung strukturell an unsere Grenzen gekommen sind“, erklärt Walter die Gründe für die Neuordnung des Trainerstabs, die auch von Dynamos Aufsichtsrat bei der Sitzung vor vier Wochen dringend eingefordert worden ist.

Zuvor hatten Walter und Neuhaus dem Gremium ihre Schlussfolgerungen der Saison-Analyse vorgestellt und dabei offenbar zudem eine „überzeugende Perspektive, um konkrete Probleme der vergangenen Saison abzustellen“. Wichtig sei aber, betont Aufsichtsrat und Vereinslegende Hans-Jürgen Dörner in dem zukunftsweisenden Papier 66/2018, „dass die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt und kontrolliert werden“. Ein erster Teil des ersten Teils ist nun also erledigt.

Unter sich hat Neuhaus damit künftig insgesamt fünf Assistenten versammelt: neben Spielanalysator Schimmel und Athletikcoach Hasler noch die beiden Co-Trainer Peter Nemeth und Matthias Lust sowie Torwarttrainer Branislav Arsenovic. Das klingt zumindest zahlenmäßig erstligareif, ist aber zuallererst mal professionell, methodisch sinnvoll, zeitgemäß – irgendwie längst überfällig.

Hasler, 43 Jahre alt und ein gebürtiger Schweizer, kommt aus dem Nachwuchsleistungszentrum von Grashoppers Zürich und arbeitete zuvor als Konditionstrainer beim Erstligisten FC Zürich. Das ist der Verein, von dem Angreifer Moussa Koné im Januar zu Dynamo wechselte. Dagegen unterstützt der 30-jährige Schimmel die Dresdner bereits seit 2016 bei der Gegneranalyse und als Spielerscout – und ist jetzt de facto befördert worden.Fotos: SGD/ Steffen Kuttner

Desktopversion des Artikels

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Ihr Kommentar zum Artikel

    Bitte füllen Sie alle Felder aus.

    Verbleibende Zeichen: 1000
    Text Bitte geben Sie die abgebildete Zeichenfolge ein
    Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz.