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Donnerstag, 26.04.2018

„Dynamo schafft das“

Robert Schäfer drückt seinem Ex-Klub weiter die Daumen. Am Samstag will er jedoch mit Düsseldorf in Dresden endlich den Aufstieg perfekt machen.

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Düsseldorf steht kurz vorm Bundesliga-Aufstieg, die Lizenz gab es ohne Auflagen – Vorstandschef Robert Schäfer (43) hat gut lachen.
Düsseldorf steht kurz vorm Bundesliga-Aufstieg, die Lizenz gab es ohne Auflagen – Vorstandschef Robert Schäfer (43) hat gut lachen.

© WORBSER-Sportfotografie

Herr Schäfer, in den vergangenen Wochen haben Sie alle vorzeitigen Glückwünsche zur Bundesliga-Rückkehr abgelehnt. Darf man denn jetzt gratulieren, wenigstens mit halber Hand?

Nein, nicht mal mit der halben. Dafür nehme ich dann alle Hände, wenn es tatsächlich geklappt hat.

Düsseldorf hat sieben Punkte Vorsprung auf Platz 3, nur noch neun Punkte sind zu vergeben. Was soll da noch schiefgehen?

Wir sind Tabellenführer und haben es in der Hand, keinen mehr an uns vorbeiziehen zu lassen. Aber in dieser Liga ist in jedem Spiel jede Mannschaft in der Lage zu gewinnen. Die Tabellenkonstellation bedeutet gar nichts. Das hat man in den vergangenen Wochen auch bei uns gesehen.

Sie meinen die drei Niederlagen am Stück, ehe sich die Fortuna mit einem klaren Heimsieg gegen Ingolstadt zurückgemeldet hat. Haben Sie eine Erklärung für die Niederlagenserie?

Manchmal ist einfach auch Glück im Spiel. Die eine Mannschaft vergibt viele Chancen, scheitert am Pfosten oder Torwart, die andere Mannschaft dagegen nutzt die eine Möglichkeit. Das ist manchmal schon die Erklärung. Man muss nur aufpassen, dass man nicht beginnt, an sich selbst zu zweifeln – und stattdessen Geduld aufbringen. Das haben wir getan.

Und nun könnte mit einem Sieg ausgerechnet bei Ihrem Ex-Klub Dynamo der Aufstieg endgültig perfekt sein. Macht es das Spiel zusätzlich besonders?

Selbstverständlich. Ich komme mit einem sehr guten Gefühl zurück nach Dresden. Ich freue mich auf meine alten Kollegen, Freunde und die fantastische Stimmung, die im Stadion herrschen wird. Ich hatte in Dresden eine tolle Zeit. Natürlich habe ich beim Spiel gegen Kaiserslautern beide Daumen gedrückt. Anscheinend hat es geholfen. Dynamo schafft das mit dem Klassenerhalt, davon bin ich überzeugt. Die Mannschaft spielt guten Fußball, nur die Ergebnisse haben nicht immer gepasst.

Wenn die Konkurrenz mitspielt, könnten bei einem Unentschieden am Samstag sogar beide Teams jubeln – über den Aufstieg und den Klassenerhalt.

Stimmt, das könnte reichen. Aber ich bin mir sicher, dass beide Mannschaften gewinnen wollen.

Ein Tipp ist sicher schwierig, wenn man allein an die Hinrunde denkt. Da kam Dynamo nach einer Heimpleite gegen Schlusslicht Kaiserslautern auf dem Abstiegsrelegationsplatz zum Tabellenzweiten Düsseldorf ...

... und wir lagen nach 15 Minuten mit 0:3 zurück. Das heißt also gar nichts. Wir wissen, wie schwierig die Aufgabe in Dresden wird. Über die Stimmung im DDV-Stadion muss man nichts sagen, die steht für sich. Das wird ein spannendes Spiel.

Und wie ist die Stimmung in und um Düsseldorf? Spüren Sie schon Bundesliga-Euphorie?

Ich finde schon. Es sind immer mehr Fahnen an Häusern und Autos zu sehen. Das letzte Heimspiel gegen Kiel ist bereits ausverkauft. Sollten wir tatsächlich den Aufstieg schaffen, wäre das eine wundervolle Geschichte für unseren Trainer Friedhelm Funkel, die Mannschaft, den Klub, seine Fans und die Stadt. Wir werden in diesem Fall alles dafür tun, dass wir in der Bundesliga eine Mannschaft auf die Beine stellen, die konkurrenzfähig sein wird. Die Planungen laufen, die Bundesliga-Lizenz haben wir ohne Auflagen erhalten. Die Transfer-Einnahmen von Ihlas Bebou (für 5,0 Millionen Euro zu Hannover, Anm. d. A.) und Trainer Peter Hermann (2,0 Mill./Bayern) sind noch unberührt und lassen uns wirtschaftlich sehr stabil dastehen.

Und wie weit fortgeschritten sind die Planungen für die Aufstiegsparty?

Da sind wir kreativ genug, so etwas spontan hinzukriegen. Doch erst mal müssen wir es fix machen.

Das Interview führte Tino Meyer.

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 8 Kommentare

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  1. Herr Rein

    Helft mir mal kurz bitte...Wie können wir mit einem Punkt am Samstag den Klassenerhalt sichern bei aktuell 3 Punkten zum Relegationsplatz? Gibt es irgendeine besondere Konstellation mit Spielen unserer Verfolger gegeneinander oder ähnliches?

  2. J.G.

    Ich schließe mich der Frage an, Tino Meyer !

  3. @1

    Mit einem Punkt wüsste ich auch nicht. Wenn wir 3 Punkte holen, St.Pauli gegen Fürth siegt, Heidenheim gegen Sandhausen verliert und Darmstadt nicht gewinnt sind wir rechnerisch durch - Fürth spielt noch gegen Heidenheim, einer von den beiden würde dann neben Darmstadt und Lautern hinter Dynamo bleiben. Aber das ist hätte wäre wenn. 44+x Punkte muss das Ziel sein.

  4. edelsachse

    hallo herr rein, das hat was mit den konstellationen der letzten beiden spieltage zu tun. heidenheim und führt nehmen sich am 34. spieltag z.b. auf jeden fall die punkte weg. suchen sie sich einen tabellenrechner und tippen sie einfach mal die letzten 3 spieltage durch. den 32. optimal für beide teams (untentschieden) und worst case für die jeweilige konkurrenz. die spieltage 33/34 dann andersrum.

  5. Nico

    Einfach Mal anschauen, wer zum Schluss gegen einander spielt. Viele Mannschaften klauen sich die Punkte noch gegenseitig wie Fürth, pauli, duisburg, aue usw...

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