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Mittwoch, 11.07.2018

Dunkelblaues Auge für den VfL Waldheim 54

Der etablierte Verein kam nur auf dem vorletzten Platz ein. Letztendlich reichte das diesmal, um die Klasse zu halten.

Von Dirk Westphal und Harald Grotzke

Erik Riedel war mit 109 Toren in 13 Spielen mit 8,4 Treffern pro Spiel der statistisch beste Werfer der Waldheimer in der vergangenen Saison. Kommende Spielserie wird der 24-Jährige dann für die HSG Neudorf/Döbeln aktiv sein.
Erik Riedel war mit 109 Toren in 13 Spielen mit 8,4 Treffern pro Spiel der statistisch beste Werfer der Waldheimer in der vergangenen Saison. Kommende Spielserie wird der 24-Jährige dann für die HSG Neudorf/Döbeln aktiv sein.

© André Braun

Es ist gerade noch einmal gut gegangen. So kurz und knapp ist die Saison des VfL Waldheim 54 (11./12:32) in der Verbandsliga der Männer Staffel Ost zu charakterisieren. Denn auch im Verlauf der Rückrunde konnte sich die eigentlich in der Liga etablierte Truppe nicht von den schon in der ersten Halbserie unübersehbaren großen Problemen befreien. Da hatte der Trainerwechsel – Michael Henoch übernahm für Mario Piasecki – nur bedingt Effekte.

Immerhin gelang es den Zschopaustädtern aber noch, die Rote Laterne an den Aufsteiger Sportfreunde 01 Dresden (12./8:36) abzugeben und damit letztlich doch noch die Klasse zu halten. Denn durch die Aufstockung der Sachsenliga auf zwölf Mannschaften gab es in der Verbandsliga Ost nur einen Absteiger. Insgesamt ein enormer Einbruch nach dem fünften Rang in der Vorsaison, der sicher intensiv im Verein ausgewertet wird. Nur mit einer deutlichen Stabilisierung und damit einhergehender Leistungsverbesserung wird die kommende Spielzeit einen entspannteren Verlauf nehmen. Der Wechsel in die Staffel West ist dabei eine weitere Herausforderung für die Zschopaustädter und deren neuen Trainer René Busch.

Der Staffelfavorit HSV Dresden (1./39:5) legte eine verlustpunktfreie Rückrunde hin und war in allen elf Spielen von der Konkurrenz nicht zu stoppen. Diese famose Leistung führte folgerichtig zum Titel und Aufstieg in die Sachsenliga. Dagegen war der Herbstmeister Radeberger SV (2./32:12) im zweiten Durchgang nicht mehr so konstant und ließ zu viele Punkte liegen. Der zweite Rang ist aber dennoch ein großer Erfolg für die Bierstädter. Der HSV Weinböhla (3./30:14) überzeugte ebenfalls, konnte die Dominanz des Staffelmeisters aber auch nicht gefährden. Das schmälert das positive Saisonfazit der Elbländer keinesfalls.

ESV Dresden (4./24:20) und SG Zabeltitz/Großenhain (5./24:20) marschierten einträchtig nebeneinander und punktgleich durch die Saison, bereits nach der Hinrunde war das so. Beide Teams gehören mit zu den spielerisch guten Mannschaften und können mit dem Verlauf des Spieljahres sehr zufrieden sein. Der zweite Aufsteiger, SSV Stahl Rietschen (6./21:23), und der Radebeuler HV (7./21:13) haben eine recht solide Saison gespielt und waren dadurch immer weit von der gefährdeten Zone entfernt. HSG Freiberg II (8./19:25) und TBSV Neugersdorf (9./17:27) ließen nach ordentlicher Hinrunde später nach und kamen unerwartet noch in die Abstiegszone. Der SV Niederau 1891 (10./17:27) konnte sich dagegen in der Rückrunde steigern und mit zwölf Punkten den nötigen Abstand zu den Plätzen elf und zwölf herstellen. Die Sportfreunde 01 Dresden erspielten sich in der Rückrunde nur noch zwei Zähler, und das war für einen gesichteten Tabellenplatz nun wirklich viel zu wenig.

Aus der Sachsenliga kommt nächste Saison die SG Kurort Hartha als Absteiger zurück. Die Aufsteiger aus der Bezirksliga sind der HC Elbflorenz Dresden 2010 III sowie der KJS-Club Dresden.

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