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Mittwoch, 12.09.2018

Dulig erhält von Bombardier Standortgarantie für Bautzen und Görlitz

Dresden. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat am ersten Tag seiner Kanada-Reise den Bombardier-Personalvorstand Daniel Brennan und weitere Manager des kanadischen Fahrzeugherstellers getroffen. In dem Gespräch bekannte sich Brennan zum langfristigen Erhalt der beiden sächsischen Standorte mit insgesamt 2 200 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Er dankte der Staatsregierung und den beiden Kommunen für die Unterstützung in den vergangenen Jahren, etwa beim Bau von benötigten Straßen und Brücken. Bombardier schätze die gut ausgebildeten Fachkräfte und möchte auch langfristig weiter in Sachsen aktiv bleiben und die Standorte zu einem Aushängeschild des Unternehmens fortentwickeln, betonte Brennan.

Dulig zeigte sich anschließend zufrieden: „Ich bin froh über die Klarheit der Aussagen, die Bombardier und Dan Brennan gebracht haben, indem sie sich zu beiden Standorten bekannt haben“, teilte der Minister mit. Der Konzern stehe zu den gegebenen Zusagen, weiter zu investieren und die Produktion an beiden Standorten aufrecht zu erhalten. „Wir haben noch einmal deutlich gemacht, dass wir ein mittelfristiges Konzept benötigen, welches über die bisherigen Zusagen bis 2019 hinausgeht. Auch dort wurden uns positive Signale gesandt.“, so Dulig.

Der Minister besucht gemeinsam mit einer 25-köpfigen Delegation bis zum 15. September Kanada. Die vom Wirtschaftsministerium und der Wirtschaftsförderung Sachsen organisierte Reise verfolgt das Ziel, die Kontakte zwischen Sachsen und den wirtschaftlich starken und innovativen kanadischen Provinzen Ontario und Québec weiter auszubauen. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke aus dem Freistaat erhalten Impulse, wie sie dort Tritt fassen und geeignete Kooperationspartner finden können.

Beim Treffen mit Christine St-Pierre, Ministerin für internationale Beziehungen der Provinz Quebec, standen die Themen E-Mobilität, Smart City, Rohstoffwirtschaft sowie aktuelle Fragen der Zuwanderungspolitik im Mittelpunkt. „Vor allem bei der geregelten Zuwanderung können wir viel lernen. Denn auch in Kanada werden immer mehr Fachkräfte gesucht, welche gezielt im Ausland angeworben werden“, betonte Dulig nach dem Gespräch. (SZ)

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