• Einstellungen
Donnerstag, 09.08.2018

Drogendealerin für Handybetrug vor Gericht

Das Verfahren gegen eine 32-jährige Döbelnerin wurde eingestellt. In Haft muss die mehrfache Mutter trotzdem.

Von Helene Krause

© Symbolbild/dpa

Döbeln. Um ihren Drogenkonsum finanzieren zu können, soll eine 32-jährige Frau aus Döbeln im Juli 2017 ein Smartphone der Marke Samsung Galaxy auf einer Internetplattform zum Kauf angeboten haben. Der Kaufpreis betrug rund 360 Euro. Obwohl ein Käufer das Geld auf das angegebene Konto bei der Sparkasse Döbeln überwies, erhielt er das Gerät nie. Er erstattete Anzeige. Das brachte die 32-Jährige vor das Amtsgericht Döbeln. Vorgeworfen wurde ihr Betrug.

Die Angeklagte gehört zur Döbelner Drogenszene. Schon mehrfach stand sie vor Gericht, meist wegen Drogendelikten. Gleich zu Beginn der Verhandlung erklärte Verteidiger Rechtsanwalt Martin Göddenhenrich, dass seine Mandantin erst am
26. Juli vom Amtsgericht Chemnitz zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden sei. Er bat deshalb darum, das Verfahren einzustellen. Dem gaben Richterin Marion Zöllner und die Staatsanwaltschaft statt. Richterin Zöllner stellte das Verfahren mit der Begründung ein, dass sich eine Verurteilung im aktuellen Betrugsfall aufgrund des Chemnitzer Urteils nicht weiter straferhöhend auswirken würde.

Mit dem Chemnitzer Amtsgericht hatte die Beschuldigte eine Verfahrensabsprache getroffen. Sie gab die Drogendelikte zu und wird dafür für zwei Jahre und neun Monate in Haft gehen.

Desktopversion des Artikels