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Mittwoch, 07.11.2018

Dresdner Firma pflastert

Die Verwendung chinesischen Granits beim Bau an der Grünen Straße in Kamenz steht in der Kritik. Was sagt die Stadt dazu?

Auf der Grünen Straße in Kamenz wurde chinesischer Granit verlegt.
Auf der Grünen Straße in Kamenz wurde chinesischer Granit verlegt.

© Rene Plaul

Kamenz. Familie Schneider aus Kamenz hatte kürzlich gegenüber der SZ die Verwendung chinesischen Granits beim Straßenbau an der Grünen Straße kritisiert. Denn schließlich wird auch in und um Kamenz Granit abgebaut. Warum also wird nicht einheimischer Werkstoff verwendet?

Die Stadt reagierte jetzt auf die Kritik. „Wir sind bei der Angebotseinholung an eine produktneutrale Beschreibung des erforderlichen Materials gebunden. Werden die damit verbundenen physikalischen Eigenschaften eingehalten, ist das wirtschaftlichste Angebot zu nehmen. Wir sehen den Umstand zwar ebenfalls kritisch, können aber angesichts der gegenwärtigen Bestimmungen nicht anders handeln“, hieß es. Zudem wurde als bauausführende Firma die HEF Flottmann Tiefbau GmbH & Co. KG aus Wachau genannt, die den Zuschlag erhalten hatte und somit wenigstens die Steuern im Landkreis bleiben würden.

Doch Familie Schneider forschte weiter nach und stellte richtigerweise fest, dass die Pflasterarbeiten nicht von der lokalen Firma Flottmann, sondern von jemand anderem erbracht werden. Die Stadtverwaltung prüfte den Fakt nochmals. Und korrigiert anschließend: „Dass Firmen für bestimmte Bereiche Subunternehmer einsetzen, ist bei bestimmten Aufträgen gängige Praxis und war gemäß Ausschreibung erlaubt. Die besagte Firma hier hat ihren Sitz jedenfalls in Dresden. Insofern bleiben die Steuern wenigstens im Freistaat“, so Rathaussprecher Thomas Käppler. (if)

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