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Donnerstag, 14.06.2018

Dreikampf um die Torkanone

Gleich drei Angreifer haben zum Saisonfinale 21 Treffer auf dem Konto. An ein Schützenfest bei Traktor glaubt indes kaum einer.

Von Jens Jahn

Nach dem Klassenerhalt mit seinem Gorknitzer Team kann Martin Dienelt (l.) noch die Torkanone holen. Doch dazu muss er sich beim Saisonfinale gegen ein Duo aus Pirna und Heidenau behaupten.
Nach dem Klassenerhalt mit seinem Gorknitzer Team kann Martin Dienelt (l.) noch die Torkanone holen. Doch dazu muss er sich beim Saisonfinale gegen ein Duo aus Pirna und Heidenau behaupten.

© Marko Förster

Sächsische Schweiz. Während tabellarisch vor dem letzten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga die wichtigsten Fragen geklärt sein dürften, geht der Blick der Insider auf die Torschützenliste dieser achten Liga. Zwar ist die SG Traktor Reinhardtsdorf rein rechnerisch noch nicht hundertprozentig vor dem Abstieg gerettet. Doch an ein 0:11-Fiasko im Heimspiel gegen den Kontrahenten Stahl Altenberg mag keiner so recht glauben.

Doch vor dem Saisonhalali gibt es um die Schützenkanone ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit dem Gorknitzer Martin Dienelt, Tomas Künzl von Kreismeister Heidenau sowie Daniel Eichstädt vom 1. FC Pirna liegen gleich drei Akteure mit jeweils 21 Toren an der Spitze dieser Wertung. Die Teams der drei Top-Stürmer genießen an diesem Sonntag Heimvorteil.

Der Heidenauer SV trifft auf Motor Freital, der 1. FC Pirna empfängt derweil den SV Pesterwitz. Und Aufsteiger Gorknitz bekommt es mit dem FSV Dippoldiswalde zu tun. Es könnte also eine Torehatz mit vielen Treffern auf verschiedenen Schauplätzen an diesem 26. Spieltag geben. Dienelt sieht diese Rivalität aber fair: „Klar will ich schon treffen am Sonntag. Aber mit „Eiche“ Eichstädt habe ich schon in der Jugend beim VfL Pirna-Copitz zusammengespielt. Ihn würde ich es auch gönnen. Für uns war der Klassenerhalt das Primäre“.

Dem gegenüber würde sich Traktor Reinhardtsdorf gegen Stahl Altenberg sicher schon mit einem torlosen Remis begnügen. „Wir sind sehr froh, dass wir mit dem Sieg in Dohna die Last vom letzten Spiel genommen haben. Nun können wir vor heimischem Publikum frei aufspielen“, freut sich Tom Feßke, der in der vergangenen Woche seinen 25. Geburtstag feiern konnte: „Trotzdem werden wir konzentriert zur Sache gehen. Wir wollen gewinnen und dann gebührend feiern.“

Zu einem Derby kommt es zum Abschluss der Saison in Neustadt. Der gastgebende SSV duelliert sich mit Blau-Gelb Stolpen. Im Hinspiel gab es ein 1:1-Unentschieden. Felix Kumpe hatte die Neustädter damals bereits zeitig nach vorn gebracht. Michael Tschipke traf zum Ausgleich für die Blau-Gelben.

Die zweite Garnitur des VfL Pirna-Copitz will gegen die SG Schönfeld die positiv verlaufene Saison mit einem Sieg krönen. Der zweite Tabellenplatz ist der Landesliga-Reserve vom VfL nicht mehr zu nehmen. „Es war ein tolles Jahr. Die jungen Spieler haben sich richtig entwickelt“, erklärt Trainer Holger Weinhold.

Dohnas Trainer verabschiedet sich


Zum letzten Mal wird derweil Tomas Uxa am Sonntag für Chemie Dohna auf der Trainerbank Platz nehmen. Seine Elf gastiert beim feststehenden Absteiger Stahl Freital II. „Ich möchte gern weiterhin als Trainer arbeiten. Vielleicht sucht noch ein Kreisoberligist oder Kreisligist nach einem neuen Übungsleiter. Es war eine schöne Zeit in Dohna“, sagt der 46-Jährige.

Ein Klasse tiefer sind die Messen in Sachen Aufstieg auch gelesen – Wesenitztals Reserve und Wurgwitz haben das Rennen gemacht und spielen künftig in der Kreisoberliga. Ein Verein aus der Kreisliga A muss aber am Wochenende noch zittern. Der TSV Graupa braucht Schützhilfe – aus der Kreisliga B West. Denn, wenn der dortige Liga-Dritte Kreischa in Rabenau verliert und so auf den nicht aufstiegsberechtigten vierten Rang zurückfällt, bleibt Graupa doch in der Kreisliga A. Steigt aber Kreischa auf, geht es für Graupa runter. (mit skl)