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Dienstag, 17.04.2018 Finswimming

Döbelner starten beim Heimweltcup

Viel besser als erwartet: Anni Winkler, Felix Elenkow und Josefine Neudorf-Blochwitz verbessern in Leipzig ihre Zeiten.

Präsentierten in Leipzig den Tauchsport Döbeln: Felix Elenkow (von links), Trainer Oliver Schuricht, Josefine Neudorf-Blochwitz und Anni Winkler.
Präsentierten in Leipzig den Tauchsport Döbeln: Felix Elenkow (von links), Trainer Oliver Schuricht, Josefine Neudorf-Blochwitz und Anni Winkler.

© privat

Döbeln. Die Umstellung für die Sportler des Tauchsport Döbeln innerhalb einer Woche war schon erheblich. Nach den Deutschen Kindermeisterschaften in Chemnitz folgte der heimische Weltcup in Leipzig. Der Sportklub der DHfK war zum dritten Mal der Mittelpunkt von Finswimmern aus aller Welt. Insgesamt reisten 417 Sportler und deren Betreuer und Begleiter von 81 Vereinen sowie Nationalteams aus 21 Ländern in der Schwimmhalle der Universität an.

Den kurzen Anreiseweg zu diesem Höhepunkt im Wettkampfjahr ließen sich auch Athleten des Tauchsport Döbeln nicht nehmen. Erstmals auf großer Bühne starteten Anni Winkler und Felix Elenkow. Josefine Neudorf-Blochwitz kann schon auf einige Einsätze auf diesem Niveau zurückblicken. Dass für die Döbelner Flossis Siege herausspringen oder gar Rekorde fallen, wurde nicht erwartet. Soviel war vorher schon klar. Vielmehr standen das Erlebnis Weltcup, das Feeling, die Stimmung und auch die Spannung zu erleben, im Vordergrund. Am Ende hatten alle Döbelner Beteiligten nach zwei Tagen Wettkampfprogramm mehr als ein Lächeln im Gesicht.

Josefine wählte ihre Starts für Sonnabend, Felix sowie Anni verteilten ihre Einsätze auf beide Tage. Für Anni gab es im Vorfeld noch eine kleine Zitterpartie. Nicht wegen der anstehenden Disziplinen. Es fehlte immer noch die lang ersehnte Wettkampfflosse. Gleiches galt für Felix. Pünktlich zum Einschwimmen kam die Entwarnung in Form von Ersatzmaterial.

Beim Apnoe-Tauchen über eine Bahnlänge – 50 Meter im vollen Tempo – und dann der Blick zur Anzeigetafel: 19,89 Sekunden: Josefine jubelte über diese Zeit, hatte sie doch die 20-er-Marke unterboten. Bestzeit schwamm auch Anni Winkler. Felix hatte seinen ersten Start über die 200 Meter Surface, so die internationale Bezeichnung für Flossenschwimmen an der Oberfläche. Zu schnelle Meldezeit lautete die Kritik am Trainer, doch genau dies motivierte ihn besonders. Mit großer Steigerung der persönlichen Bestzeit wurde auch die Meldezeit deutlich unterboten. Dies gelang Felix auf allen drei Strecken, welche er absolvierte. Gleichfalls hatte Anni Winkler am Ende drei Bestzeiten – 50 und 100 Meter Surface kamen dazu – auf der Habenseite stehen. Doch sie nutzte die Chance auf weitere Starts. Nur auf internationaler Ebene werden Wettkämpfe mit Kurzflosse absolviert. BiFin heißt das dann. Sie stemmte sich gegen die Konkurrenz auf der 50 und 100 Meter Strecke und lernte dabei dazu.

Dass die junge Truppe eine hervorragende Leistung erbracht hat, zeigt ein Blick auf die Punktetabelle. Einige in- und ausländische Teams landeten noch hinter den Döbelnern. „Mit dem Schwung des Erfolges geht die Vorbereitung jetzt in Richtung Deutsche Jugendmeisterschaft“, sagte Trainer Oliver Schuricht. (DA/bautz)

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